UNTERÄGERI: Das neue Motto: «De Badjöggel im 50+»

Narrenvater Felix Iten wurde feierlich inthronisiert. Jetzt wird in der Fasnachtsgesellschaft ein neues Kapitel geschrieben.

Julia Truttmann
Drucken
Teilen
Ehrenbadjöggel Ueli Baumann und Narrenmutter Daniela Strebel lassen sich vom Narrenvolk feiern. (Bild: Stefan Kaiser)

Ehrenbadjöggel Ueli Baumann und Narrenmutter Daniela Strebel lassen sich vom Narrenvolk feiern. (Bild: Stefan Kaiser)

julia truttmann

Am Samstagabend feierte man in Unterägeri voller Vorfreude den Beginn der fünften und, unter vielen Dorfbewohnern, liebsten Jahreszeit. Gemeinsam versammelten sich alle fasnachtsbegeisterten Unterägerer und Unterägererinnen auf dem Dorfplatz, um die Inthronisation des Narrenvaters Felix Iten mitzuerleben, endlich wieder einmal den Klängen der Guggenmusig zu lauschen und schon ein erstes Mal stolz ihre diesjährigen Kostüme vorzuführen.

Eine grosse Ehre

Zuerst stellte jedoch die Wylägerer Fasnachtsgesellschaft das diesjährige Ehrenpaar vor, das aus Narrenmutter Daniela Strebel und Ehrenbadjöggel Ueli Baumann besteht. Ueli Baumann meinte zur seiner Wahl: «Es ist eine grosse Ehre für uns, dieses Jahr das Ehrenpaar zu sein und die Fasnachtsgesellschaft zu repräsentieren.» Und Narrenmutter Daniela Strebel ergänzte: «Es wird bestimmt etwas Besonderes für mich, die Fasnacht einmal von einer anderen Seite her mitzuerleben als von der Guggenmusig. Darauf freue ich mich.»

Danach wurde der Narrenvater Felix Iten feierlich inthronisiert. Ausgerüstet mit seinem Zepter wird er nun für die nächsten fünf Wochen als Oberhaupt der Wylägerer Fasnächtler die Verantwortung für das Dorf übernehmen.

Altbewährtes behält man bei

Das diesjährige Motto der Unterägerer Fasnacht lautet: «De Badjöggel im 50+» und spielt auf den letztjährigen runden Geburtstag der Fasnachtsgesellschaft an. Das Motto sei die Überleitung zu einem neuen Kapitel, da es in der Gesellschaft nun einige neue Gesichter gebe, jedoch sei es kein Neuanfang. Vielmehr eine Fortsetzung, denn was sich bewährt habe, sollte man schliesslich nicht ändern. Die Wylägerer Fasnachtsgesellschaft nutzte das Motto, um die Zuschauer etwas auf die Schippe zu nehmen. So teilte sie mit, man wolle den Badjöggel dieses Jahr zum ersten Mal in einem neuen, moderneren Gewand aufhängen. Kurz darauf wurde der Spass aber auch schon wieder aufgelöst und der Badjöggel von seiner neumodischen und doch etwas unpassenden Brille und dem Hut wieder befreit. Somit hat dieser auch dieses Jahr wieder seine alte Position hoch über dem Dorfplatz eingenommen und wacht nun im bewährten, traditionellen Gewand über die Fasnächtler, um nach dieser Zeit zahlreiche lustige Geschichten berichten zu können.

Grosse Vorfreude

Sobald die Fasnacht im Dorf offiziell eröffnet war, wurde gefeiert. Man freute sich gemeinsam auf die kommenden fünf Wochen. Die Narren werden ausgelassen feiern und ihre verschiedensten Verkleidungen präsentieren. Und stets wird die Musik der Guggen im Hintergrund klingen. Fasnachtsfan Silvan Iten erklärte begeistert: «Die Fasnacht verkürzt mir jedes Jahr die kalte, graue Winterzeit, und ich finde es genial, wie das ganze Dorf zusammen feiert und Spass hat. Lange habe ich darauf gewartet, nun ist es endlich wieder so weit.» Mit dieser Meinung war er offensichtlich nicht allein, wie ein Blick in die Gesichter verdeutlichte.

So war auch dieses Jahr die Fasnachtseröffnung in Unterägeri ein Fest voller Vorfreude und Spass. Die Wylägerer Fasnacht ist auch nach einem halben Jahrhundert längst nicht veraltet und wird in vollem Tempo fortgesetzt und rundum genossen.