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UNTERÄGERI: Der Lenker überlässt lieber anderen die Show

EVZ-Trainer Harold Kreis ist ein Mann der besonnenen Töne – und hat damit Erfolg.
Beim Entspannen in seiner Wohnung in Unterägeri und während der Arbeit an der Bande: der EVZ-Trainer Harold Kreis. (Bild Stefan Kaiser/Keystone)

Beim Entspannen in seiner Wohnung in Unterägeri und während der Arbeit an der Bande: der EVZ-Trainer Harold Kreis. (Bild Stefan Kaiser/Keystone)

Der Mann ist während der Woche Strohwitwer. «Ich wasche meine Wäsche selber, und ich koche auch. Alles kein Problem», sagt Harold Kreis mit einem Lächeln. Der 56-Jährige ist seit Beginn dieser Eishockeysaison der starke Mann an der Bande des EV Zug. Im Mai hat er in Unterägeri eine 31/2-Zimmer-Wohnung mit Blick auf den Ägerisee bezogen. «Meine Frau hat die Wohnung im Internet gesehen und beschlossen, dass wir hier einziehen. Sie hat sich auch um die ganze Einrichtung gekümmert. Ich habe nur das Bücherregal ausgesucht», witzelt Kreis, während er an das Regal herantritt. «Ich lese gerne», sagt er.

So beschaulich wie Harold Kreis es im Privaten liebt, so besonnen ist er auch als EVZ-Trainer. Nach einer Niederlage tritt er nicht sofort vor die Mannschaft, sondern kühlt im Büro die Emotionen. «Lässt du zu oft vor der Mannschaft Dampf ab, verfehlt es schnell die Wirkung.» Kreis will für seine Spieler berechenbar sein. «Das Gleiche erwarte ich aber auch von meinen Jungs. Ein Kumpeltyp bin ich aber nicht.»

Marco Morosoli und Luc Müller

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