Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

UNTERÄGERI: Ein wehmütiger Abschied von der Fasnacht

Was für ein schaurig-schönes Spektakel: Am Dienstagabend wurde der Badjöggel ein Opfer der Flammen.
Susanne Holz
Das Ende der Fasnacht ist besiegelt: Der Badjöggel brennt lichterloh. (Bild Werner Schelbert)

Das Ende der Fasnacht ist besiegelt: Der Badjöggel brennt lichterloh. (Bild Werner Schelbert)

Badjöggelverbrennung in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Badjöggelverbrennung in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Um 19.15 Uhr knallte es am Dienstagabend in Unterägeri: Die Fasnacht trat mit Pauken und Trompeten ihren Rückzug an. Nach dem Urknall zogen sternförmig die Guggen auf den Dorfplatz ein – die Möschtliblöser, Susoschmöcker, Nüssler, Badjöggler und alle anderen. Und zur launig-lauten Musik fiel plötzlich leise der Schnee auf Unterägeri. Nach all dem Regen und milden Sonnenschein während der närrischen Zeit. Ein Zeichen des Himmels, die Fasnacht möge doch bitte noch nicht vorbei sein? Wer weiss. Die Flocken vermochten die gute Stimmung auf jeden Fall nicht zu trüben. Ein letztes Mal wurde der Fasnacht gehuldigt.

Das Ende

Doch dann verkündete Narrenvater Hugo Nussbaumer feierlich das Ende der 51. Wylägerer Narrenfasnacht – 1964 ist der Verein gegründet worden. Der Narrenvater selbst wird nach drei Jahren seinen Hut nehmen: «Mi Ziit als Narrädädi isch jetzt verbi – äs letschtsmal üses drüüfachi Narreti-Narretei!»

Besonders beeindruckt zeigte sich der Wylägerer Narrenvater von der diesjährigen Narrenmutter Martina: «Nei, dich duän ich wirkli nid gärn la springä, üs alli vom Rat muäsch fascht däzu zwingä, strahlä, singä, tanzä, lachä, all das tuät dich so einmalig machä!»

Ein dreifaches Hoch

Hugo I. ist sich sicher: «Martina, du bisch ä super cooli Narrämutter gsi.» Ein dreifaches Hoch gab es aber natürlich auch für den Ehrenbadjöggel Job Müller: «Äs drüüfachs Narreti-Narretei uf üsä Schrinermaa!»

Der Badjöggel wollte nicht brennen

Vorbei die Reden, Danksagungen und Ehrungen: Nun ging es daran, den Badjöggel gen Boden zu schicken und mitten auf dem Dorfplatz dem Feuer zu überlassen. Doch das Feuer wollte nicht so richtig, der Badjöggel vermutlich auch nicht – bei all dem Schnee von oben mussten die Schaulustigen ein wenig geduldig sein, bis das Fasnachtssymbol in hellen Flammen aufging. Egal, die Nüssler tanzten vergnügt um Badjöggel und Scheiterhaufen – und manch ein Nicht-Nüssler reihte sich fröhlich in die Polonaise ein.

Halb Unterägeri schien auf den Beinen, um die Fasnacht zu verabschieden, mit Feuer, Musik, einer letzten Fasnachts-Bratwurst und dem ersten Schnee seit langem.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.