UNTERÄGERI: Gerammt – 82-Jähriger merkt nichts davon

Nach einer Auffahrkollision hat ein Rentner zunächst nicht bemerkt, dass er Opfer eines Verkehrsunfalls geworden ist. Der spiegelverkehrte Abdruck eines Kontrollschilds auf seiner arg mitgenommenen Stossstange führte schliesslich zum Unfallverursacher.

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Das Heck des gerammten Rentners. (Bild Kapo Zug)

Das Heck des gerammten Rentners. (Bild Kapo Zug)

Am Sonntag hielt ein 82-jähriger Autolenker kurz nach Mittag auf der Zugerstrasse in Unterägeri sein Fahrzeug vor einem Fussgängerstreifen an, um Passanten die Überquerung der Strasse zu ermöglichen. Der nachfolgende, 44-jährige Autolenker bemerkte dies zu spät und prallte heftig gegen das Heck des vor ihm stehenden Autos.

Als dieses Fahrzeug kräftig nach vorne geschoben wurde, war der 82-jährige Lenker der Meinung, von der Kupplung gerutscht zu sein. Er realisierte die Auffahrkollision nicht und setzte seine Fahrt unbeirrt fort. Von diesem Verhalten überrascht, setzte auch der Unfallverursacher seine Fahrt fort, obwohl bei ihm die Airbags ausgelöst worden waren und auch die Frontscheibe massiv beschädigt worden war.

Abdruck führte zum Rammer
Nachdem der Geschädigte von Drittpersonen auf seinen Heckschaden aufmerksam gemacht worden war, deponierte er bei der Polizei sofort eine Anzeige gegen den Lenker des unbekannten Fahrzeugs.

Während der Tatbestandsaufnahme konnten die Polizisten an der verstaubten Heckstossstange des Geschädigten den spiegelverkehrten Abdruck des Kontrollschilds des Verursacherfahrzeugs samt Kantonszugehörigkeit ablesen und sichern. In der Folge erhielt der etwas überraschte Unfallverursacher am selben Abend noch Besuch von der Polizei.

Beim Unfall wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken, wie die Zuger Polizei mitteilt.

scd