UNTERÄGERI: Gesuchter Einbrecher überführt sich selber

Die Zuger Polizei hatte bei der Festnahme eines mutmasslichen Einbrechers leichtes Spiel: Zuerst hinterliess er seine Fingerabdrücke am Tatort, dann meldete er sich selbst bei der Polizei.

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Beim mutmasslichen Einbrecher handelt es sich um einen 36-jährigen Algerier, dessen Antrag auf Asyl abgewiesen wurde. Es geht um einen Einbruch anfangs November in ein Restaurant in Unterägeri. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 3000 Franken. Zudem erbeutete der Täter einen tiefen dreistelligen Betrag.

Identifikation dank Fingerabdrücken
Während des Einbruchs hat der Einbrecher wahrscheinlich in ein Stempelkissen gegriffen. Jedenfalls hinterliess er ein Blatt Papier mit seinen Fingerabdrücken. Die Polizei konnte so den 36-jährigen Algerier identifizieren und schrieb ihn zur Verhaftung aus.

Gesuchter will Hilfe von Polizei
Die Suche nach dem Mann verlief zunächst erfolglos. Bis der gesuchte Mann in der Nacht auf Dienstag, 30. November, selber bei der Zuger Polizei anrief. Er rief aus einer Asylunterkunft in Unterägeri an und beklagte sich darüber, dass in seinem Bett eine fremde Person schlafe und er so nicht schlafen könne. Darauf hin nahm die Zuger Polizei den Mann fest.

Andere Verstösse begangen
Der mutmassliche Täter gab an, sich nicht an den Einbruch erinnern zu können. Er wird sich vor der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zu verantworten haben. Nach der Einvernahme musste der Mann zudem eine zweitägige Haftstrafe antreten, denn er war zusätzlich wegen Verstössen gegen das Ausländergesetz zur Verhaftung ausgeschrieben, wie die Zuger Polizei in einer Medienmitteilung schreibt.

pd/das