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UNTERÄGERI: Hier geht Sicherheit vor

Der Ausgang der Marienkirche führt geradewegs auf die Alte Landstrasse. Wer sich trauen lässt, kann trotzdem sicher sein, dass der Verkehr den Auszug nicht stört. Dafür sorgt ein entsprechendes Konzept.
Carmen Rogenmoser
Die Marienkirche steht direkt an der Alten Landstrasse in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert (4. Juli 2017))

Die Marienkirche steht direkt an der Alten Landstrasse in Unterägeri. (Bild: Werner Schelbert (4. Juli 2017))

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

«Aus Sicherheitsgründen wird bei jeder Hochzeitsveranstaltung in der Marienkirche die Alte Landstrasse im Bereich der Kirche abgesperrt und eine entsprechende Signalisation gestellt.» Das war kürzlich im Zuger Amtsblatt zu lesen. Sicherheitsvorkehrungen für eine Hochzeit? Wenn man sich allerdings die Lage der Unterägerer Marienkirche vor Augen führt, kann man sich gut vorstellen, dass es zu gefährlichen Situationen kommen kann. Tritt man aus dem Portal der Kirche, steht man quasi mitten auf der Alten Landstrasse. Diese ist zwar nach wie vor eine Nebenstrasse, jedoch eine viel frequentierte und besonders beliebte bei Velofahrern.

Ein Paar, das sich gerade erst hat trauen lassen, schwebt wohl zu sehr auf Wolke sieben, statt sich um einen drohenden Zusammenstoss mit einem schnellen Biker zu scheren. Hinzu kommt, dass sich Familienangehörige, Freunde oder Vereinsmitglieder bemühen, dem frisch vermählten Hochzeitspaar einen schönen Auszug aus der Kirche zu bescheren, und Spalier stehen. Auch das braucht Platz. Doch braucht es dafür ein Sicherheitskonzept? Welche Überlegungen stehen hinter der Meldung im Zuger Amtsblatt?

Privater Sicherheitsdienst im Einsatz

Fakt ist: Ganz neu ist das Konzept nicht. Das bestätigt Sicherheitsvorsteher Fridolin Bossard (FDP) auf Anfrage. «Bei Hochzeitsveranstaltungen in der Marienkirche gibt es diese Vorkehrungen schon länger.» Schon bei früheren Hochzeiten in der kleineren katholischen Kirche wurde die Alte Landstrasse gesperrt und eine entsprechende Signalisation gestellt. Die Heimelistrasse bleibt dabei für den Verkehr offen. Doch ganz alles bleibt nicht beim Alten. So hat sich etwa die Organisation hinter den Kulissen verändert. Statt der Polizeidienststelle platziert neu die Gemeindeverwaltung die entsprechende Sicherheitsanzeige im Zuger Amtsblatt.

Zudem wird die Hilfsperson, die für die Absperrung und die Sicherheit der Hochzeitsgäste aufgeboten wird, neu von einem privaten Verkehrshelferdienst gestellt. «Vorher war jeweils ein Hilfspolizist zuständig», erklärt Bossard. Für die angehenden Hochzeitspaare ändert sich bei der Vorbereitung nichts, auch fallen nicht grössere Kosten an. «Die katholische Kirchengemeinde beantragt den Sicherheitsdienst.» Dass es die Vorkehrungen braucht, findet aber auch Gemeinderat Bossard: «Es ist wichtig, dass der Aufwand betrieben wird; so können wir sicherstellen, dass nichts passiert» – und dass die Hochzeitsgesellschaft den Moment ohne unschönen Zwischenfall geniessen kann.

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