UNTERÄGERI: Im ganzen Dorf chlöpft es gewaltig

In einem E-Mail beklagt sich die reformierte Pfarrerin über den Lärm der Geisslechlöpfer. Das sorgt für Ärger.

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Nicht alle freuen sich über die Geisslechlöpfer in Unterägeri. (Bild Daniel Frischherz/Neue ZZ)

Nicht alle freuen sich über die Geisslechlöpfer in Unterägeri. (Bild Daniel Frischherz/Neue ZZ)

«So extrem wie dieses Jahr war es noch nie.» Der Unterägerer Bürgerpräsident Beat Iten ist überrascht, wie gross die Opposition gegen das Geisslechlöpfen ist. Die Zahl der Beschwerden hat zuge­nommen und d die Reaktionen haben sich verschärft. Vor rund zwei Wochen hat ein Iraker mit Steinen auf Buben geworfen.

Seit rund drei Wochen wird ein E-Mail der reformierten Pfarrerin Martina Müller (55) an den Unterägerer Stammtischen herumgereicht. «Es handelt sich bei der Klöpferei um eine nicht unwesentliche Lärmbelästigung», hält sie schriftlich fest und verlangt, dass die Zeiten und Orte, an denen mit den Geisseln geübt werden darf, einzuschränken seien.

Im Dorf sind die Meinungen gemacht: Es wird offen ausgesprochen, dass vor allem Neuzuzüger reklamiert hätten. Das deckt sich mit den Erfahrungen des Unterägerer Gemeindepräsidenten Josef Ribary. Für den Gemeinderat sei klar: «Wir werden kein Reglement aufstellen.»

Silvan Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.