UNTERÄGERI: Konfetti sind einfach das Grösste

Trotz winterlicher Temperaturen erwärmt der Kinderumzug die Gemüter. Mit viel Kreativität zeigen die Kleinen ihre Freude an der fünften Jahreszeit.
Andrea Muff
Wylägeri ist am Schmutzigen Donnerstag fest in Kinderhand. (Bilder: Christian H. Hildebrand (Unterägeri, 8. Februar 2018))

Wylägeri ist am Schmutzigen Donnerstag fest in Kinderhand. (Bilder: Christian H. Hildebrand (Unterägeri, 8. Februar 2018))

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Die Vorfreude ist gross: Freche Cowboys, edle Prinzessinnen und wilde Drachen warten gespannt am Strassenrand auf den Unterägerer Kinderumzug. Der Knall, der den Start des Umzugs ankündigt, ertönt kurz nach 14 Uhr. Die Tambouren führen den Umzug an: Zwei kleine Ritter laufen voraus und kündigen die Umzugsnummer mit einem Schild an. Von den Rängen an der Strasse hört man ein begeistertes «Jöööh» von den Erwachsenen. Denn der kleine Ritter hat fast dieselbe Grösse wie das Schild, das er fest in den Händen hält. Die Kinder am Strassenrand goutieren die Nummer mit vielen farbigen Konfetti.

Besonders farbig zieht das Organisationskomitee der Kinderfasnacht durch das Dorf: Sie kommen in leuchtenden regenbogenfarbenen Gwändli daher. Kurz nach ihnen begrüsst auch der Narrenrat die Zuschauer. Die beiden Unterägerer Guggenmusigen Möschtliblöser und Turiclub sorgen dafür, dass auch an diesem kalten Schmutzigen Donnerstag Nachmittag die Wärme im Körper bleibt: Die Erwachsenen wippen im Rhythmus mit und die Kinder helfen, die grauen Strassen mit farbigen Konfetti zu pflastern. Mit glänzenden Kinderaugen liefern sie sich jeweils ein Duell, wer am meisten Konfetti werfen kann. Es scheint das einzig Wahre in Wylägeri zu sein.

Im Kinderwagen lässt es sich ruhen

Für jene, die am Umzug mitlaufen, gibt es aber noch andere wichtige Aufgaben: Die Klein-Badjöggel und die Jung-Nüssler zeigen, dass sie den Erwachsenen in Nichts nachstehen. Sich besonders ins Zeug gelegt haben sich auch das Wichtelhuus und das Nussbaum Kinderhaus: Die einen kommen als Indianer und die letzteren als Taucher – selbst gebastelt. Und wenn den ganz Kleinen die Puste ausgeht, werden sie im Leiterli- oder Kinderwagen chauffiert.

Die beiden jungen Mütter am Strassenrand loben sich ob der guten Idee, den Unterägerer Kinderumzug besucht zu haben: «Das war sehr schön», sagt die eine. Ein Blick in die Kinderwagen zeigt, die Sprösslinge haben den Umzug verschlafen. Oder sammeln sie bereits Energie für ihren ersten Kinderumzug an dem sie selber mitlaufen?

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.