UNTERÄGERI: Miss-Zentralschweiz Fabienne Paglia: Auf Fussball- soll Model-Karriere folgen

Fabienne Paglia wurde kürzlich zur Miss Zentralschweiz gekürt. Vom Titel erhofft sich die 22-jährige Zugerin Chancen im Modelbusiness. Ihr Traumberuf ist aber ein anderer.

Rahel Hug
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Sie möchte ein Vorbild für andere Frauen sein: Miss Zentralschweiz Fabienne Paglia. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 29. September 2017))

Sie möchte ein Vorbild für andere Frauen sein: Miss Zentralschweiz Fabienne Paglia. (Bild: Patrick Hürlimann (Zug, 29. September 2017))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

«Natürlichkeit ist wichtig – und die Ausstrahlung. Ausserdem sollte man gepflegt sein und selbstsicher, aber auf keinen Fall arrogant auftreten.» Fabienne Paglia hat eine klare Haltung zum Thema Schönheit. Neben dem Äusseren seien innere Werte genauso wichtig, sagt die junge Frau aus Unterägeri. Fabienne Paglia trägt seit dem 22. September den Titel «Miss Zentralschweiz». Die 22-Jährige hat sich bei der Wahl im Pilatus-Markt in Kriens gegen acht Mitbewerberinnen durchgesetzt.

Dass sie einmal Schönheitskönigin werden würde, hätte sich Fabienne Paglia noch vor einigen Jahren nicht denken lassen. Denn eigentlich wollte sie Profi-Fussballerin werden. Paglia spielte in der Nationalliga A bei den ­Frauen des FC Luzern, im letzten Jahr hat sie die Sportkantonsschule Alpenquai abgeschlossen. Eine chronische Entzündung am Fuss zwang sie jedoch dazu, ihre Fussballkarriere an den Nagel zu hängen. «Freundinnen ermunterten mich dazu, es mit Modeln zu versuchen. So kam ich dazu, bei der Miss-Wahl mitzumachen.»

Stets ein Lächeln auf den Lippen

Denn im Rampenlicht steht die junge Frau mit den blonden langen Haaren und den blauen Augen gerne. Vor der Wahl sei sie schon ziemlich nervös gewesen, berichtet sie. «Doch als die Show dann begonnen hat, fühlte ich mich richtig wohl auf der Bühne.» Sie habe nicht gedacht, dass sie gewinnen würde, erzählt Pa­glia, die stets ein gewinnendes Lächeln auf den Lippen hat. «Ich bin eher bescheiden und kritisch gegenüber mir selber. Ausserdem waren die anderen Kandidatinnen auch sehr stark, jede hatte etwas Besonderes.» Umso mehr habe sie sich über den Sieg gefreut. «Ich habe den Abend richtig genossen», erzählt sie.

Doch das Krönchen ist auch mit Verpflichtungen verbunden. Zahlreiche Fotoshootings stehen nun in Paglias Agenda, etwa zwei Termine pro Woche muss sie wahrnehmen. Das mit ihrem Studium unter einen Hut zu bringen, ist nicht ganz einfach. Denn die Miss Zentralschweiz hat diesen Herbst die Ausbildung zur Primarlehrerin an der PH Luzern gestartet. «Lehrerin war schon immer mein Traumberuf», sagt sie. «Ich mag Kinder unglaublich gerne.» Für die Zukunft wünscht sich Paglia, als Pädagogin zu arbeiten und daneben Modelaufträge wahrzunehmen. «Der Miss-Titel öffnet mir bestimmt einige Türen.» Als Schönheitskönigin wolle sie aber auch ein Vorbild für andere Frauen sein, um selbstbewusst durchs Leben zu gehen.

Noch wohnt Fabienne Paglia gemeinsam mit dem zwei Jahre jüngeren Bruder bei ihren Eltern. Doch bald will sie mit ihrem Freund Yannick Schmid zusammenziehen. Ihn hat sie über den Sport kennen gelernt: Er ist Verteidiger beim FC Luzern. Die beiden sind bereits seit 6 Jahren ein Paar. «Er ist meine erste grosse Liebe», schwärmt Paglia. Was das Erfolgsrezept ihrer glücklichen Beziehung ist? Die hübsche Zugerin überlegt nicht lange: «Wir unterstützen einander, wo wir können.»