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UNTERÄGERI: Sie programmiert das grosse Leuchten

Kreativ wollte sie sein, Lichtkunst hat sie geschaffen. Eine Mathelehrerin und eine Firma aus Unterägeri begleiteten Tabea Oberhänsli auf diesem Weg.
Susanne Holz
Tabea Oberhänsli lässt auf ihrem Maturaarbeit-Objekt die farbigen Lichter tanzen. (Bild Stefan Kaiser)

Tabea Oberhänsli lässt auf ihrem Maturaarbeit-Objekt die farbigen Lichter tanzen. (Bild Stefan Kaiser)

Die Interessen der Zuger Maturandin aus Unterägeri sind breit gefächert: Ihr Schwerpunktfach ist Latein (Grundlagenfach Englisch), ihr Ergänzungsfach ist Musik. In ihrer Freizeit fotografiert und filmt Tabea Oberhänsli sehr gerne, joggt durch Unterägeri, spielt Klavier und übt sich in Sologesang. «Ich mag alles Kreative sehr gerne», sagt die 18-Jährige offen und freundlich. Schluss­endlich entschied sich die Schülerin für eine Maturaarbeit im Bereich Kunst. Dabei nur von Kunst zu reden, wäre jedoch viel zu kurz gefasst: Zwar ist das Ergebnis der Arbeit ein Lichtobjekt – in einem Rahmen aus weiss angemaltem, leichten Holz leuchten auf einer Fläche von 76 auf 76 Zentimetern nacheinander Szenen aus je 30 Bildern auf. Diese Lichtszenen sind ansprechend bunt, und sie tragen so schöne Titel wie «Rainbow», «Summer», «Spring» oder «Candy». Zu sehen sind sieben mal sieben Quadrate in leuchtenden Mustern – Kreise, Linien, Kreuze, Punkte vereinen sich zu einem prächtigen Licht- und Farbenspiel.

Viel Technologie

Doch um diese Lichtkunst zu schaffen, brauchte es die Technik, das Handwerk und die Informatik. Tabea Oberhänsli hatte hier ihre Betreuungsperson und Mathematiklehrerin Corinne Frei an ihrer Seite und erhielt sowohl Unterstützung von der Unterägerer Firma ­S-TEC electronics AG, bei der sie schon in den Ferien gearbeitet hatte, als auch von ihrem Grossvater. Tabea Oberhänslis Lichtobjekt setzt sich aus sieben mal sieben Modulen zusammen, bestehend aus LED-Printplatten und Steuerungen. Die Maturandin erzählt: «Mit Fachhilfe entwarf ich eine LED-Printplatte und eine Steuerung. Die Printplatte enthält drei verschiedene Sorten von LEDs – je eines für kaltes und warmes weisses Licht und eines für die Grundfarben Rot, Grün und Blau. Mit diesen LEDs konnte ich viele verschiedene Farben mischen.»

Die Steuerungen schraubte die Schülerin sodann auf die Rückseiten der Printplatten an. «Jeder LED-Print besitzt eine eigene Steuerung, so sind die Module unterschiedlich programmierbar.» Und schliesslich fertigte die Maturandin ein Traggerüst aus leichtem Balsaholz an, um die Printplatten im Lichtobjekt anzuordnen. Es folgten die Verkabelung und der Bau des Rahmens: «Ein Wochenende verging mit Schrauben, Verkabeln und damit, das Gerüst zu bauen», erzählt die 18-Jährige. Beim Bau des Rahmens habe der Grossvater geholfen. «Ich lernte sehr viel über das Arbeiten mit Holz und den Umgang mit verschiedenen Maschinen.»

Scriptsprache gelernt

Was dann kam, war die Informatik. Die Schülerin lernte, mit der von S-TEC electronics entwickelten Programmiersprache namens eigerScript zu arbeiten. Und programmierte eine Art Farbkasten, um die Lichtszenen designen zu können. Endziel war, mehrere Bilder hintereinander abzuspielen und damit längere Lichtszenen zu erstellen.

Nun ist das Lichtobjekt präsentiert, die Prüfungen folgen demnächst. Welche Richtung wird die vielseitige Maturandin wohl einschlagen? «Zunächst einmal steht ein Zwischenjahr an», sagt die Unterägererin, «Reisen, Sprachen lernen, ein Praktikum, arbeiten.» Dann will Tabea Oberhänsli einen Studiengang finden, aber dabei nichts überstürzen. So präzise wie ihr Lichtobjekt will sie auch ihre berufliche Zukunft planen: «Ich will nicht einfach etwas anfangen, sondern ein konkretes berufliches Ziel im Hinterkopf haben.»

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