UNTERÄGERI: Werkhof belastet Rechnung stark

Trotz 13 Millionen Franken aus dem Finanzausgleich: Unterägeri budgetiert ein kleines Defizit – und legt Geld für Grossprojekte zur Seite.

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Die Bevölkerung besichtigt den neuen Ökihof. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Bevölkerung besichtigt den neuen Ökihof. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Gemeinde Unterägeri weist für 2015 ein kalkuliertes Defizit von 1 Million Franken aus, dies inbesondere aufgrund der Investitionsvorhaben von rund 11 Millionen Franken und dem geringeren Ertrag bei den Steuern und dem Finanzausgleich. Der Ertrag aus dem Finanzausgleich beläuft sich im Jahr 2015 auf 13,1 Millionen Franken.

Zwar werden die Steuererträge für das kommende Jahr leicht tiefer ausfallen, jedoch soll der Steuerfuss laut Mitteilung der Gemeinde unverändert bei 68 Prozent belassen werden.

Die Gemeinde will im nächsten Jahr 11 Millionen Franken investieren. Zwei Drittel des Betrags betreffen den Werk- und Ökihof.

Insgesamt plant die Gemeinde in den nächsten fünf Jahren Investitionen von 32 Millionen Franken. Den Schwerpunkt setzt die Gemeinde auf die Sanierung von Gebäuden. Das im vergangenen Sommer an der Urne bewilligte Aegeribad belastet die Investitionsrechnung nicht, da die Realisierung durch eine Bau- und Betriebs-Aktiengesellschaft erfolgt.

Hinweis: Die detaillierten Zahlen auf www.unteraegeri.ch

Werk- und Ökihof Unterägeri

Unterägeri lässt sich diesen multifunktionalen Bau 21,3 Millionen Franken kosten, jedoch ist der neue Werk- und Ökihof eine Investition in die Zukunft. Denn dieser wird auch Räume für die Feuerwehr, die Jugend, die Senioren, die Samariter und weitere Vereine beinhalten. Am 25. Oktober schloss die Gemeinde mit einem Festakt die erste Etappe des neuen Werkhofs ab. Im Herbst 2015 soll die ganze Anlage, also auch der Ökihof und die restlichen Räume, bezugsbereit sein. Laut Mitteilung der Gemeinde vom Mittwoch können Zeitplan und finanzielle Vorgaben eingehalten werden.

Der von den beiden Zuger Architekten Eggenspieler und Röösli entworfene Bau harmoniert dank seiner farbenfrohen Fassade ideal mit seiner Umgebung. Im Innern des Gebäudes wurde jedoch auf Zweckmässigkeit gesetzt, und so dominieren Sichtbeton und Schlichtheit.

pd/rem

Blick in den neuen Werkhof. (Bild: PD)

Blick in den neuen Werkhof. (Bild: PD)