UNTERÄGERI: Wie laut darf Brauchtum sein?

In Unterägeri haben die Geisslechlöpfer die Gemüter erregt – weil sie angeblich zu laut sind. Dabei erzeugen viele Traditionen Lärm.

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Bei vielen Traditionen ist der Lärmpegel hoch: Hier am Montsrekonzert in Cham (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Bei vielen Traditionen ist der Lärmpegel hoch: Hier am Montsrekonzert in Cham (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Brauchtum bedeutet immer eine gewisse Lärmquelle, weil es meistens mit Klängen und Musik zu tun hat. Und weil es nicht im stillen Kämmerlein stattfindet», erklärt Christian Raschle, Zuger Stadtarchivar und Brauchtumskenner, eines der Charakteristiken solcher Bräuche wie das Geisslechlöpfe in Unterägeri. Dass sich im Ägerital nun verschiedene Neuzuzüger darüber aufregen, kann er nicht verstehen. Man könne schliesslich erwarten, dass Menschen, die hierherkommen, eine gewisse Toleranz aufbrächten und sich anpassten an das hiesige Leben. «Und das Geisslechlöpfe ist wirklich eine uralte Tradition», so der Zuger. Sagts und verweist gleichzeitig darauf, dass Brauchtum für die lokale Bevölkerung eben sehr wichtig sei – wegen der identitätsstiftenden Wirkung.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.