UNTERÄGERI: Wildernde Hunde machen Jagd auf Stubentiger

Im Zimmel-Quartier geht die Angst um. In den letzten drei Monaten sind vier Katzen getötet und eine schwer verletzt worden. Jetzt ermittelt die Polizei.

Silvan Meier
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Sie müssen sich derzeit in Unterägeri vor wildernden Hunden in Acht nehmen: Hauskatzen, die gelegentlich auch draussen unterwegs sind. (Symbolbild) (Bild: Archhiv Neue LZ)

Sie müssen sich derzeit in Unterägeri vor wildernden Hunden in Acht nehmen: Hauskatzen, die gelegentlich auch draussen unterwegs sind. (Symbolbild) (Bild: Archhiv Neue LZ)

«Meine Katze hat es nicht verdient, so zu sterben.» Maria-Antonietta Brandweiner leidet noch heute mit ihrem Kater, wenn sie an sein trauriges Ende denkt. Am 4. Februar war es, als der gut 16-jährige Stubentiger im Zimmel-Quartier in Unterägeri von zwei streunenden Hunden angegriffen worden ist. Drei Tage später ist er gestorben. Kein Einzelfall: Fünf Katzen sind in den letzten paar Wochen im Quartier mutmasslich von streunenden Hunden gejagt worden. Vier sind gestorben, nur eine hat schwer verletzt überlebt.

Maria-Antonietta Brandweiner hat der Tod ihres Katers nicht in Ruhe gelassen. Sie hat Anzeige bei der Polizei erstattet und sich erfolgreich auf die Suche nach dem Hundehalter gemacht, der ihr auch die Tierarztrechnung anstandslos bezahlt hat. Die Tierärztin hat zudem Meldung beim kantonalen Veterinärdienst gemacht. Dort hat man reagiert: «Wir haben dem Hundehalter die Auflage erteilt, dass er einen ausbruchsicheren Zwinger bauen muss», erklärt Rainer Nussbaumer.

Die Polizei steckt derweil noch in den Ermittlungen und untersucht, ob die Hundes des besagten Hundehalters auch für die anderen Fälle verantwortlich sind. Wenn dem so ist, drohen dem Halter strafrechtliche Konsequenzen.