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UNTERÄGERI: Wylägeri fest in Kinderhand

Bei strahlender Sonne und milden Temperaturen nehmen die kleinsten Fasnächtler das Dorf in Beschlag – und beweisen dabei viel Kreativität.
Rahel Hug
Der Kinderumzug in Unterägeri. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 23.02.2017))

Der Kinderumzug in Unterägeri. (Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 23.02.2017))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Ob Pinguin, Spider-Man, Piratin, Schildkröte oder Feuerwehrmann – sie alle stehen voller Vorfreude am Strassenrand und warten gebannt auf den lauten Knall, der den Unterägerer Kinderumzug eröffnet. Pünktlich um 14 Uhr geht es los: Die Trommeln der Tambouren sind schon von weitem zu hören, und als diese um die Ecke bei der Bäckerei Kreuzmühle kommen, hat das Fasnachtsfieber die zahlreichen Zuschauer bereits fest im Griff. Konfettimassen fliegen wild durch die Luft, Kinderaugen leuchten, und die älteren Semester wippen fröhlich mit zu den Trommel- und Guggenmusig-Klängen.

Wylägeri ist am Schmutzigen Donnerstag ganz in Kinderhand. Marienkäfer, so weit das Auge reicht, nehmen die Strassen in Beschlag. Eine Altersgrenze nach unten scheint es nicht zu geben: Auch die kleinsten Knirpse nehmen am Umzug teil – auf dem Arm von Mama oder Papa und mit Gehörschutz ausgestattet.

Die Schule macht blau

Während das Organisationskomitee der Kinderfasi im bunten Regenbogenkostüm durch die Strassen zieht, hat sich eine Gruppe von Dritt- und Viertklässlern für das Motto «Wir machen blau» entschieden. Nicht weniger originell ist eine Gruppe von Kindern verkleidet, deren liebevoll selbst gebastelte Masken sie regelrecht über sich selbst hinauswachsen lassen.

Gfürchig wird es, als auf Rädern die «Urzläbodä Hütte» vorbeizieht, begleitet von Angst einflössenden Hexen. Ebenfalls nicht fehlen dürfen die traditionellen Jung-Nüssler, die vergnügt zum Rhythmus ihrer Schellen tanzen. Während die Klein-Badjöggel mit ihren roten Mützen grosszügig Süssigkeiten verteilen, zieht der Narrenrat vorbei und verschenkt Orangen an das begeisterte Publikum. Auch die Gruppe «Bomerhüttli Ysebäänli» nimmt am Umzug teil, genauso wie die Guggenmusigen Turi-club und Möschtliblöser, die den Besuchern ordentlich einheizen. Den Schluss macht die Kindergartengruppe, die als Putztrupp kaum einen Besucher verschont und alles nass spritzt, was ihr über den Weg läuft.

Ein bunter, herziger, kleiner, aber feiner Umzug geht schliesslich zu Ende – und das bei strahlender Sonne und lauen Temperaturen. «Richtig lässig», konstatiert eine Besucherin, und sie trifft damit den Nagel auf den Kopf.

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