Unterägeri: Zweite Senkung des Steuerfusses innert Jahresfrist

Der Gemeinderat blickt optimistisch in die finanzielle Zukunft. 

Harry Ziegler
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Blick über Unterägeri vom Kirchturm aus auf den Ägerisee. Bild: Stefan Kaiser (11. September 2019)

Blick über Unterägeri vom Kirchturm aus auf den Ägerisee. Bild: Stefan Kaiser (11. September 2019)

Der Gemeinderat Unterägeri rechnet im Budget 2020 erneut mit einem Überschuss. Dieser soll eine weitere Senkung des Steuerfusses möglich machen. Wie aus einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung hervorgeht, soll diese langfristig sein. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung, den Steuerfuss von aktuell 64 auf 60 Prozent einer Einheit zu senken. Dies wäre – Annahme durch die Gemeindeversammlung vorausgesetzt – die zweite substanzielle Senkung des Steuerfusses innert Jahresfrist. Noch 2016 betrug dieser 68 Prozent und konnte 2019 dauerhaft auf 64 Prozent gesenkt werden.

Grund für die erfreulichen finanziellen Aussichten Unterägeris sind «die gute Wirtschaftslage und das Bevölkerungswachstum», teilt die Gemeinde mit. Diese Faktoren beeinflussen auch das Steueraufkommen.

Beitrag als Vorfinanzierung an Schulhaus Acher

Bei einem Ertrag von 50.7 Millionen Franken und einem Aufwand von 48.6 Millionen Franken veranschlagt der Gemeinderat Unterägeri einen operativen Gewinn von 3.1 Millionen Franken. Davon sollen 3 Millionen Franken in die Vorfinanzierung des Schulhauses Acher Mitte fliessen. Im Vorfinanzierungstopf lägen dann 6 Millionen Franken. Kosten soll das Schulhaus 17.7 Millionen Franken. Über den Kredit für das Neubauprojekt wird in der Gemeinde am 24. November abgestimmt. Es ist geplant, das neue Schulhaus im Schuljahr 2022/2023 in Betrieb zu nehmen.

Höherer Beitrag aus dem Finanzausgleich

Die Gemeinde Unterägeri zählt zu den Nehmergemeinden des Zuger Finanzausgleichs (ZFA). Sie wird im kommenden Jahr einen um rund 2.2 Millionen Franken höheren Beitrag aus dem Solidaritätswerk erhalten (siehe Tabelle). Das sei auch nötig, sagt Unterägeris Finanzchef Josef Iten-Nussbaumer. «Wir haben eine geringere Steuerkraft als andere Gemeinden. Deshalb ist Unterägeri auf den Beitrag angewiesen.» Das Budget für 2020 weist einen Steuerertrag von 18.3 Millionen Franken aus. Wobei die Hauptsteuerlast von den natürlichen Personen getragen wird. Von den juristischen Personen fliessen gerade mal 1.2 Millionen Franken in die Gemeindekasse.

Hinweis: Die Gemeindeversammlung findet statt am 9. Dezember, 20 Uhr in der Aegerihalle, Unterägeri.