Unterägeri/Oberägeri
Besserer Zugang und eine Aufwertung der Seepromenade auch mit Flanieren auf dem Ägerisee

Die beiden Einwohnergemeinden setzen sich seit längerem im Rahmen der Ortsplanungsrevision gemeinsam für eine bessere Zugänglichkeit und Aufwertung der Seepromenade ein.

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Flanieren auf dem Ägerisee: Ein Steg soll das möglich machen.

Flanieren auf dem Ägerisee: Ein Steg soll das möglich machen.

Visualisierung: PD

(haz) Aus einem ersten Ideenwettbewerb im Jahr 2019 gingen drei spannende Studien für die Neugestaltung des Seeufers zwischen Unterägeri und Oberägeri ein. Im letzten Jahr wurde die Studie der Landschaftsarchitekten Studio Vulkan aus Zürich weiter ausgearbeitet und in Zusammenarbeit mit einem Verkehrsplaner Fragen rund um die Veloverkehrsführung geklärt. Die geplante neue Verbindung verbindet die beiden Ortschaften und verknüpft die Naherholungsgebiete entlang des Seeufers in Balance mit der Natur. Entstehen soll laut Medienmitteilung der beiden Einwohnergemeinden ein neuer, sicherer und attraktiver Weg zwischen Unterägeri und Oberägeri – ein Leuchtturmprojekt mit hoher Strahlkraft für das Ägerital und über die Gemeindegrenzen hinaus.

Flanieren auch auf dem See

Die Verbindung zwischen Oberägeri und Unterägeri – teilweise ausgeführt mit einem Steg auf dem See – soll zum Flanieren einladen. Der See-Steg ist mit einer Breite von ungefähr zweieinhalb Metern ausschliesslich den Fussgängerinnen und Fussgängern vorbehalten, wie es in der gemeinsamen Mitteilung heisst. Die Stegabschnitte knüpfen an die bestehenden Promenadenabschnitte an Land an und schliessen die heute offenen und unattraktiven Verbindungsstücke. Es entstehen verschiedene Wegsequenzen mit unterschiedlichen Erlebnissen, die als Route im Alltag sowie als Ausflug am Wochenende dienen. Um die Querung von Booten zu erlauben, werden punktuell Brückenelemente in den See-Steg integriert. Für Fahrradfahrende ist landseitig eine durchgehende Veloroute geplant.

Entlang des Seeufers soll eine durchgehende Veloroute führen.

Entlang des Seeufers soll eine durchgehende Veloroute führen.

Visualisierung: PD

Im Dialog mit vielen Anspruchsgruppen

Nun wird mit dem Vorprojekt gestartet. Das Ingenieurbüro Staubli, Kurath & Partner AG wird zusammen mit Fachspezialisten in der Geologie und Ökologie bis im Frühling 2022 ein genehmigungsfähiges Projekt ausarbeiten. Die Landschaftsarchitektur wird weiter durch Studio Vulkan begleitet. Der Planungsprozess ist sehr anspruchsvoll. «Nebst den kantonalen Fachstellen gehören die am Ufer betroffenen Anstösserinnen und Anstösser zu den wichtigsten Anspruchsgruppen. Es ist uns wichtig, sie frühzeitig mit ins Boot zu holen und allfällige Fragen oder Unsicherheiten rasch im Dialog zu klären. Wir werden sie deshalb im Spätsommer direkt kontaktieren», wird der zuständige Unterägerer Gemeinderat Fridolin Bossard in der Mitteilung zitiert. «Wir sind aber zuversichtlich, dass wir in beiden Gemeinden bis im Dezember 2022 eine Kreditvorlage präsentieren können. Gibt es dann grünes Licht, wäre eine Realisierung ab dem Jahr 2026 das Ziel», lässt sich der Oberägerer Gemeindepräsident Marcel Güntert zitieren.

Kosten hälftig geteilt

Die Vorprojektkosten werden von den beiden Einwohnergemeinden je zur Hälfte getragen. Das Projekt wurde ausserdem im sogenannten Agglomerationsprogramm Zug 4. Generation angemeldet. Dieses beinhaltet Massnahmenpakete in den Bereichen öffentlicher Verkehr, Fuss- und Veloverkehr oder für die Aufwertung und Sicherheit und ermöglicht die Mitfinanzierung von Verkehrsinfrastrukturen, falls sie den Bundesanforderungen entsprechen. Aufgrund der Ausgangslage des Projekts «Seepromenade Ägerital» ist vom Bund ein Beitrag von rund 35 Prozent an die Gesamtkosten zu erwarten.

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