Unterägeri/Oberägeri
Das Ägerital im Wandel – die Jugend entscheidet mit

Wie soll das Ägerital in zehn Jahren aussehen? Diese Frage diskutiert die Bevölkerung von Oberägeri und Unterägeri gemeinsam mit Fachleuten im Rahmen der Ortsplanungsrevision – so auch die Jugendlichen. Zusammen mit der Jugendarbeit Ägerital bringen sie sich in den Prozess ein – für sich und künftige Generationen.

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(haz) Rund hundert Jugendliche haben sich laut Medienmitteilung der Gemeinden Unter- und Oberägeri damit auseinandergesetzt, weshalb sich das Ägerital verändert und wie dies gesteuert wird. Während mehrerer Schullektionen haben sie sich auf spielerische Weise dem Thema Raumplanung angenähert.

Präsentation der Visionen

Im Anschluss kamen die Jugendlichen selbst zum Zug. In Gruppen haben sie sich Gedanken gemacht zur Frage: «Wie würde der Ort XY in euren Träumen aussehen, wenn ihr alleine entscheiden könntet?» Die entstandenen Visionen haben sie den Behördenvertretern persönlich vorgestellt. Beide Gemeindepräsidenten, Gemeinderäte und Verwaltungsmitglieder waren für die Präsentationen vor Ort und haben den Ausführungen der Jugendlichen gespannt zugehört.

Präsentation der Visionen der Jugendlichen im Ägerital.

Präsentation der Visionen der Jugendlichen im Ägerital.

Bild: PD

Aktuell werden die Ideen der Jugendlichen aufbereitet und in den Gesamtprozess der Ortsplanungsrevision eingearbeitet. Viele der involvierten Jugendlichen möchten sich in der Freizeit zusammen mit der Jugendarbeit weiter für ihre Ideen einsetzen. Wer weiss, vielleicht flitzen die Menschen dank diesem Engagement irgendwann auf einer neuen Rutschbahn in den Ägerisee. Oder erfreuen sich an einer der attraktiv gestalteten Feuerstellen rund um den See.

Die Jugend nimmt ihre Rolle wahr

Ideen in Skizzenform.

Ideen in Skizzenform.

Bild: PD

Diese Jugendmitwirkung ist gemäss Mitteilung ein kleines, aber wichtiges Zahnrad im zukunftsweisenden Projekt Ortsplanungsrevision der beiden Einwohnergemeinden Oberägeri und Unterägeri. Die Jugend kommt zu Wort, kann ihren zukünftigen Lebensraum mitgestalten und damit die Verbundenheit zum Ägerital steigern. Hautnah erleben die Jugendlichen zudem, wie sie sich in der Gemeinde einbringen können und dass ihre Stimme ernstgenommen wird. Sie realisieren, dass sie gemeinsam mehr erreichen, aber auch Kompromisse eingehen müssen, um als Gruppe auftreten zu können. Für die Teilnehmenden war es ausserdem eine aufregende Erfahrung, ihre Ideen und Visionen klar und pointiert einem offiziellen Gremium zu präsentieren. Kurzum: Das ist gelebte Demokratie.