Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

UNTERFELD: Zuger sollen das Quartier mitgestalten

Die Investorin Implenia startet mit Plakaten und einem ersten Newsletter eine Charmeoffensive. Die kommt jedoch nicht überall gut an.
Samantha Taylor
So soll der neue Stadtteil zwischen Zug und Baar dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll der neue Stadtteil zwischen Zug und Baar dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Samantha Taylor

«Bringe deine Ideen ein. Beteilige dich an der Quartiergestaltung.» Diese Aufforderung prangt derzeit unter anderem im Bahnhof Zug auf einem Werbeplakat. Mitgestalten soll man das Quartier Unterfeld zwischen Baar und Zug. Vor wenigen Tagen wurde zudem die erste Ausgabe eines Newsletters über das Bauprojekt in die Zuger und Baarer Haushalte verschickt, der sich dem Thema Nachhaltigkeit widmet und ebenfalls zum Mitmachen auffordert. Hinter den Aktionen steht die Implenia AG. Die Investorin hält vor allem beim Baarer Teil des Grossprojekts die Fäden in der Hand. Auf der angegebenen Homepage (www.unterfeld-baarzug.ch) erhält man in erster Linie Informationen zum Bauprojekt, über den aktuellen Stand der Dinge, zum weiteren Vorgehen sowie den gesamten baulichen und politischen Prozess.

Wichtiger Dialog

Doch weshalb sucht die Implenia gerade jetzt mit dieser Charmeoffensive die Mithilfe der Bevölkerung? Immerhin sind die Bebauungspläne Unterfeld und Schleife bereits ausgearbeitet. In der Gemeinde Baar wird in einem nächsten Schritt das Stimmvolk, in der Stadt Zug der Grosse Gemeinderat in seiner zweiten Lesung darüber befinden. «Im Rahmen einer nachhaltigen Projektentwicklung ist es uns wichtig, dass wir den Dialog nicht nur mit den Experten und Behördenvertreter suchen, sondern zum richtigen Zeitpunkt auch mit der breiten Öffentlichkeit in Kontakt treten», sagt Reto Aregger, Mediensprecher der Implenia. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um mit der breiten Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. «Ein Bebauungsplan legt in erster Linie fest, wie genau das Gebiet genutzt wird, welche Höhen und Volumen die einzelnen Gebäude aufweisen dürfen und wie die Erschliessung funktioniert», führt Aregger weiter aus. Welche konkreten Angebote auf den verschiedenen Flächen allerdings entstehen sollen oder in den für die Öffentlichkeit bestimmten Bereichen realisiert werden können, sei nicht Gegenstand des Bebauungsplans. «Hier wünschen wir uns jetzt gemeinsam mit der Öffentlichkeit, das Potenzial des Areals voll auszuschöpfen», erklärt der Mediensprecher weiter. Es gebe darum auch keine Einschränkungen, was die Anregungen aus der Bevölkerung angehe. «Wir interessieren uns für alle Inputs, Vorschläge oder Ideen. Was wir uns wünschen, ist ein offener Dialog mit den unterschiedlichsten Anspruchsgruppen.» Laut Aregger sind bereits verschiedenste Inputs eingegangen, dies vor allem zur Mobilität sowie der Erdgeschossnutzung. Die Frage, ob die Aktion der Implenia auch mit dem Gegenwind zusammenhängt, der dem Projekt teilweise entgegenschlägt, verneint Aregger. Der Dialog mit der breiten Öffentlichkeit sei immer fester Bestandteil des Konzepts gewesen.

Korporation hat fast alles vergeben

Von der Aktion der Implenia sind jedoch nicht alle begeistert. Bei der Korporation Zug, die Eigentümerin des Stadtzuger Grundstücks, zeigt man sich ziemlich überrascht. «Ich wusste davon nichts», sagt Korporationspräsident Urban Keiser, der bis Ende letzter Woche jedoch auf der besagten Webseite noch mit Name und Telefonnummer als Kontaktperson für den Stadtzuger Bereich angegeben war. Inzwischen ist sein Name weg, geblieben ist lediglich die allgemeine E-Mail-Adresse der Korporation. Er könne hinter dieser Aktion nicht stehen und sehe auch den Sinn nicht, so Keiser. «Vor allem nicht für die Stadt Zug», betont er. Denn die Korporation habe gerade im Bereich der Erdgeschossnutzungen die meisten Räume bereits vergeben, wie Keiser ausführt: «Es wird eine Kinderkrippe und einen Doppelkindergarten geben. Ausserdem führen wir noch Gespräche mit einer Privatschule. Wir brauchen also kaum noch Inputs.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.