Unterschiedliche Handhabung

Lektionen in der Natur gemeinsam mit Erlebnispädagogen werden in den Gemeinden des Kantons Zug unterschiedlich eingesetzt.

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(zg) In Oberägeri hat der Waldmorgen gemäss Rektor Roman Fässler eine lange Tradition. «Seit vielen Jahren gehen die Grundstufenklassen regelmässig in den Wald.» Aktuell seien es pro Klasse neunmal jährlich.

Auch in Steinhausen wird mit Erlebnispädagogen gearbeitet. Wie Rektor Peter Meier erklärt, sind diese Lektionen in der Jahresplanung vermerkt. Erlebnispädagogen würden jedoch auch je nach Anlass oder Projekt eingesetzt.

In der Gemeinde Risch sind es hauptsächlich die Kindergartenkinder, die in den Wald gehen. «Und bei Projektwochen ziehen wir externe Erlebnispädagogen hinzu», erklärt Rektor Michael Fuchs.

Nicht auf eine Anzahl fixiert ist man auch in Baar. Gemäss Rektor Urban Bossard, «ist die Erlebnispädagogik ein integraler Bestandteil ohne geordnetes Setting. Es geht nicht um die Anzahl, sondern dass wir draussen sind. Die Erlebnispädagogen seien seit Jahren in Baar im Einsatz – auf Abruf in Lagern oder Outdoortagen, oder im Konzept integriert wie beim «Time-In», bei welchem es um den Umgang und Integrierung von anspruchsvollen Schülern geht.

In den Schulen Menzingen, kennt die Schule in Finstersee regelmässige Waldmorgen. Catherine Scherer, die die Mehrklassenschule unterrichtet und sich zur Erlebnispädagogin weitergebildet hat, geht mit ihren Schülern alle drei Wochen einen Vormittag lang in den Wald, wie sie sagt.

Keine Unterrichtszeiten mit Erlebnispädagogen kennen die Stadt Zug, Hünenberg, Neuheim und Walchwil. Trotzdem seien in Walchwil pro Schuljahr zwei Vormittage reserviert, bei welchen mit externen und internen Fachpersonen in die Natur gegangen wird – beispielsweise mit einem Förster in den Wald, gibt Rektor Beat Schäli bekannt.

Neuheim arbeitet mit der Naturschutzorganisation Aqua Viva zusammen, wenn es um den Unterricht im Freien geht, und in der Stadt Zug ist es individuell von den Lehrpersonen abhängig, ob und wie sie im Wald und der Natur unterrichten.

Auch Hünenberg hat keine Erlebnispädagogen an der Schule. Von Unterägeri kam keine Rückmeldung zur entsprechenden Anfrage.