Leserbrief

Unterstützung des Gewerbes mit Gutscheinen für Bevölkerung?

«Stadt schafft Hilfsfonds für das Gewerbe», Ausgabe vom 7. April

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Dass gerade SVP-Stadtrat André Wicki nach dem Giesskannenprinzip allen Einwohnern der Stadt Zug einen Einkaufsgutschein von 100 Franken schenken will – zum Beispiel auch Millionären, die eine exklusive Liegenschaft am Rötelberg ihr eigen nennen – ist kaum zu glauben. Auch für eine Person wie mich mit AHV und Pension ist ein solcher Gutschein unnötig, da ich ohnehin in Zug einkaufe.

Die Geschäftsmieter von städtischen Liegenschaften erhalten die Miete gestundet; allerdings, aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Aber allfällig auch nur die Geschäftsmieter in städtischen Liegenschaften in den Genuss eines Mieterlasses kommen zu lassen, wäre höchst unfair.

Mit seinem sicheren Salär kann sich Stadtrat Wicki vermutlich nur schwer in die Situation aller kleineren KMUs versetzen. Ein A-fonds-perdu-Beitrag an die Fixkosten – er könnte ruhig etwas aufgestockt sein – an alle gebeutelten Gewerbebetriebe in der Stadt Zug, welche von heute auf morgen schliessen mussten, oder nicht mehr arbeiten dürfen, wäre als schneller Zustupf sicher willkommener, als dank verschenkter Gutscheine auf einen künftigen Umsatz zu warten, der zudem nicht allen anteilsmässig zugutekäme.

Echt, eine fragwürdige Idee mehr von Finanzchef Wicki, wie jene mit den Nischen-Fensterchen beim Casino als er noch Bauchef war und, nicht zu vergessen, der kahle Postplatz mit dem Techno-Brunnen (wo ist der hingekommen?).

Madeleine Treichler-Gilgen, Zug