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Leserbrief

Unverständliches Schwingerlatein

Zum Dopingfall des Rothenthurmer Schwingers Martin Grab

Da habe ich kürzlich als neutraler Beobachter des Schwingsportes an einem Stammtisch von kritischen Schwinger­freunden eine heftige Diskussion miterlebt, die mir zu denken gab. Der Schwingsport wird vom eidgenössischen Schwingerverband mit Füssen getreten. Die Schlagworte wie fair, ehrlich, friedlich, urig und so weiter entsprechen nicht mehr dem einst gelebten Schwingsport.

Fairness? Beispiel gefällig. Da gewinnt der Rothenthurmer Kranzschwinger und Eidgenosse Martin Grab das Zuger Kantonale. Er holt sich als ersten Preis einen Stier respektive die Preissumme von rund 5000 Franken. Kurze Zeit später wird bekannt, dass der Festsieger in der Dopingkontrolle hängen geblieben ist. Wo ist jetzt dieser Preis respektive die Preissumme geblieben? Es kann doch nicht sein, dass dieser Sportler durch sein unsportliches Verhalten diesen Preis behalten kann. Das wäre Betrug am Schwingsport und an den aktiven und ehrlichen Schwingerkollegen. Oder wurde die Summe ohne grosses Aufheben klammheimlich an den Zuger Schwingerverband zurückerstattet? Über diese Angelegenheit schweigt der eidgenössische Schwingerverband wie ein «Grab».

Der Fall Grab werde vom Verband gemäss Aussagen dieser erregten Schwinger-freunde unter den Teppich gewischt. Hat man in dieser Sache noch etwas zu verheimlichen, so und ähnlich tönte es? Komisch ist, dass auch die Presse schweigt. Wieso auch immer! Es kann also weiter spekuliert werden.

Friedlich? Ja, so gibt sich der eidgenössische Schwingerverband, sonst wäre in dieser Sache schon längst das Strafmass für dieses Dopingvergehen bekannt. Oder will man noch das Zuger kantonale Schwingfest in Rotkreuz abwarten, ob Martin Grab vielleicht noch im Festführer als letztjähriger Sieger aufgeführt ist?

Fragen über Fragen, welche sich nicht nur die Schwinger-freunde stellen, die sich über ihren geliebten Sport grosse Sorgen machen, sondern auch die ganze Sportschweiz. Oder will der Verband weiterhin schweigen wie ein «Grab»?

René Heinrich, Oberägeri

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