Unverständliches Zug

Ein Leserbrief zum Zustand des Stadions Herti Allmend

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Kürzlich war ich wieder einmal im Stadion Herti Allmend beim Fussballspiel der 1. Liga zwischen dem SC Goldau und Zug 94. Ich freute mich darauf, kenne ich doch einige Menschen aus dem Umfeld beider Clubs. Aber ich litt. Nicht wegen des Fussballs, sondern wegen der Durchsagen am Lautsprecher. Ich stand hinter dem Tor auf der Seite der Bossard-Arena. Natürlich reklamierte ich nach dem Spiel bei Vorstandsmitgliedern von Zug 94 und bekam die Antwort, die «Stadt» hätte verfügt, dass die Lautsprecher nur gegen die Tribüne hin ausgerichtet sein müssten, weil jemand von gegenüber reklamiert habe.

Mich wundert das. Wer ist die «Stadt» und wer der Einsprecher? Das kann doch nicht sein, dass junge Menschen zwar noch Sport treiben dürfen, aber niemand mehr Interesse für sie bekunden kann. Denn ohne Informationen zum Spiel erstickt das Interesse. Auch stadtseits heisst es ja, Kommunikation sei das A und O. Zudem scheint mir, dass die Stadt das Stadion allmählich verkommen lässt, vor allem das Spielfeld. Das ist einer Stadt Zug unwürdig. Jedes Dorf im Kanton Zürich besitzt bessere Fussballrasen als dieses einst schmucke Stadion.

Nach dem erfolgreichen EVZ könnte man einem bislang weniger erfolgreichen, aber viele Junioren ausbildenden (mehr als der EVZ) Verein besser unterstützen. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Besuch auf der Herti Allmend ungeschmälert das Fussballspiel verfolgen kann und zudem zu hören bekomme, wer ausgewechselt wird und wer ins Spiel eintritt. Auch der Zuschauer darf nicht vergessen werden.

Peter Lüthi, Oberägeri