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Interview

Urs Bertschi (SP): «Ein linker Sitz ist ein Muss»

Urs Bertschi (SP) aus Zug kandidiert für den Nationalrat.
Urs Bertschi (SP). Bild: PD

Urs Bertschi (SP). Bild: PD

Weshalb haben Sie sich für eine Kandidatur als Nationalrat entschieden?

Jede(r) Vierte im Kanton Zug wählt links. Diese bedeutende Kraft muss in Bern und im Regierungsrat vertreten sein. Der bürgerliche Eintopf schmeckt fad und ist fantasielos.

Was sind Ihre drei wichtigsten Themen, für die Sie sich einsetzen würden?

2019 geht es schlichtweg um existenzielle Fragen, um Probleme, die nur weltweit gelöst werden können. Nationalstolz ist definitiv kein Rezept gegen den Klimawandel. Da braucht es grenzüberschreitende Gesetze, die für alle gleichermassen gelten. Europa muss geeint auftreten, wenn es seine Bedeutung behalten will. Aus dieser Mitverantwortung kann sich die Schweiz nicht verabschieden. Eine selbstbewusste Schweiz muss ihre Trümpfe ausspielen: gelebte Demokratie, Föderalismus und eine soziale Marktwirtschaft, die den sozialen Frieden garantiert – gerade auch beim Mieterschutz. Noch ist der soziale Graben in der Schweiz weniger tief als anderswo. Das ist in hohem Masse der SP zu verdanken.

Zug stellt drei Nationalräte, und nur zwei kandidieren wieder. Wie beurteilen Sie Ihre Wahlchancen?

Ein linker Sitz ist ein Muss im Kanton Zug. In einem Kanton, der dank Offenheit und Vielfalt stark geworden ist, dürfen die bürgerlichen Parteien den Takt nicht länger alleine angeben. Mit deren Machtmonopol und den wirtschaftsliberalen Sichtweisen ist aufzuräumen. Der dritte Zuger Sitz im Nationalrat ist ein linker Sitz, zumal die FDP offensichtlich ein Vakuum hinterlässt. Es ist wie bei der Tour de Suisse: Das Team SP fährt für die Linke.

Weshalb sollen die Zuger ausgerechnet Sie wählen?

Mir geht es um eine gesamtheitliche Sicht, die nicht an der Schweizer Grenze aufhört. Nur so schaffen wir es, die entscheidenden existenziellen Themen zu bewältigen. Wir können das, wenn wir uns ohne Scheuklappen an die Arbeit machen. Das schulden wir unseren Kindern, kommenden Generationen, das schulden wir den Menschen und unserem Planeten!

Urs Bertschi (64, verheiratet) wohnt in Zug und ist Rechtsanwalt und Notar in einer eigenen Kanzlei. Von 2003 bis 2011 war er Präsident der SP Stadt Zug.

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