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URTEIL: Zuger Kantonsgericht verhilft Boris Becker zu einem kleinen Sieg

Anfang Woche wurde bekannt, dass der Zuger Millionär Hans-Dieter Cleven von Boris Becker im Rahmen des Insolvenzverfahrens 40 Millionen Franken fordern will. Über den Fall hat das Zuger Kantonsgericht aber schon entschieden.
Christopher Gilb
Boris Becker, hier anlässlich des Wimbledon Tennisturniers im Jahr 2016. (Bild: Keystone)

Boris Becker, hier anlässlich des Wimbledon Tennisturniers im Jahr 2016. (Bild: Keystone)

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

Am Montag wird der Entscheid des Zuger Kantonsgerichts im Fall Hans-Dieter Cleven gegen Boris Becker veröffentlicht. Der Inhalt des Urteils vom 26. Juni ist schon jetzt bekannt.

Wie das Verdikt ausgefallen ist, bestätigt auch Clevens Anwalt, der Zuger Jurist Oliver Habke von der Kanzlei GHM Partners AG. Demnach anerkennt das Gericht die Forderung des ehemaligen Geschäftspartners von Boris Becker zwar. Die Richter sagen aber auch, dass das entsprechende Darlehen nicht rechtsgültig gekündigt worden sei, weshalb die Zivilklage abgewiesen wird.

Doch von Anfang an: Kürzlich wurde bekannt, dass ein Londoner Insolvenzgericht Becker für bankrott erklärt. Grund: Der Ex-Tennisstar soll seit Oktober 2015 Schulden bei einer Privatbank nicht beglichen haben. Der britische Anwalt Beckers, John Briggs, sagte darauf, dass Becker durch den Verkauf einer Immobilie auf Mallorca bald die entsprechende Forderung bei einer Londoner Privatbank begleichen könne.

Am Dienstag dann verschickte Anwalt Habke im Auftrag von Hans-Dieter Cleven eine Pressemitteilung. Mit dem Millionär hatte Becker einst die Cleven-Becker-Stiftung mit Sitz in Baar ins Leben gerufen. Zusammengefasst stand darin, dass sich Cleven gezwungen sieht, seine Forderungen gegen Becker auch im Londoner Insolvenzverfahren geltend zu machen. Es gehe darum, dass Boris Becker sein Rückzahlungsversprechen bezüglich einer Forderung von 40 Millionen Franken wiederholt nicht eingehalten hätte. Hintergrund ist, dass Becker bei Cleven gewisse Sicherheiten angegeben hat, laut Berichterstattung der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» könnte auch die besagte Villa in Mallorca darunter sein. Bekannt ist jedenfalls, dass Cleven mit Becker gebrochen hat. Die Stiftung, welche die «fit4future»-Sportcamps ausrichtet, heisst lediglich noch Cleven-Stiftung. Doch nun wurde in erster Instanz in Zug zu Gunsten von Becker entschieden. «Was den Entscheid des Gerichts betrifft, gehen die Meinungen der Verfahrensbeteiligten auseinander», sagt Clevens Anwalt Habke auf Nachfrage. Aber so sei es oft, zwei Anwälte, drei Meinungen.

Warten auf den Insolvenzverwalter

Ob der Entscheid ans Obergericht weitergezogen werde, hätten die Verfahrensbeteiligten noch nicht entschieden. «Wir ­haben die Klage Mitte 2016 eingereicht, damals war Becker in London noch nicht für insolvent erklärt worden. Die Mitteilung Anfang Woche sei eine Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen gewesen. «Die beiden Fälle sind nicht voneinander abhängig.» Er gehe davon aus, dass der In­solvenzverwalter in London erst einmal alle Werte von Becker registriere – wenn dies abgeschlossen sei, könnte dann Clevens Forderung deponiert werden. Die Anwälte Beckers nennen Clevens Forderung unberechtigt. Die Cleven-Stiftung, an die ein grosser Teil des Geldes – sobald zurückbezahlt – gehen soll, wollte auf Anfrage keine Stellung zum Fall nehmen.

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