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USA: Sika-Aussage zu US-Mauer ruft Parteien auf den Plan

Der Baarer Konzern wäre voraussichtlich am Bau von Trumps Mauer zu Mexiko beteiligt. Juso und Alternative sind empört. Letztere haben eine Interpellation eingereicht.
Sorgte mit seiner Aussage zur Mauer in den USA für Reaktionen: Jan Jenisch, CEO des Baarer Baustoffherstellers Sika. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Sorgte mit seiner Aussage zur Mauer in den USA für Reaktionen: Jan Jenisch, CEO des Baarer Baustoffherstellers Sika. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Es war eine Aussage, die aufhorchen liess: «Wenn Donald Trump die Mauer tatsächlich baut, dann sind wir auch beteiligt.» Jan Jenisch, CEO des Baarer Bauchemie-Konzerns, äusserte dies am Rande einer Pressekonferenz am letzten Freitag.

Dieser Bemerkung vorangehend hatte er von erfreulichen Aussichten für den Konzern gesprochen, «wenn die Infrastrukturprojekte des neuen US-Präsidenten umgesetzt werden».

Protest vor dem Sika-Hauptsitz

Die Reaktionen aus der Lokalpolitik liessen nicht lange auf sich warten. So verurteilt die Juso Zug Jenischs Absichtserklärung, sich beim Bau der Mauer beteiligen zu wollen und sieht die Sika-Manager sich bereits die Hände reibend im Hinblick auf die Geschäfte mit Trumps Mauerbau. Es könne nicht sein, dass die Zuger Firma an der Politik von Trump, die Menschen ausgrenze, im grossen Stil verdienen wolle, teilt die Juso mit. Sika lege den ersten Stein für Trumps Mauer des Hasses, titelt die Juso ihre Mitteilung. Am Samstag hat die Juso vor dem Sika-Hauptsitz eine Protestaktion durchgeführt. Sie fragt, wie man der Ethik einer Firma vertrauen soll, die sich unreflektiert an den Geschäften eines sexistischen, rassistischen, homophoben und umweltfeindlichen Hetzers beteiligen möchte.

Auch die Alternative-die Grünen Zug reagierten unmittelbar auf die Absichten der Sika. Auch sie finden es «schändlich, wenn ein in Zug ansässiger Konzern an dieser Mauer mitverdienen würde». Sie wehre sich gegen jegliche Steuereinnahmen, die auf der Nichteinhaltung von Menschenrechten basiere, teilt die Partei weiter mit. «Wir fordern den Regierungsrat auf, umgehend das Gespräch mit den Verantwortlichen bei der Sika zu suchen», heisst es in der Mitteilung nachdrücklich.

Sinnbild für extrem viel Leid

Damit nicht genug, fordern die Alternativen-die Grünen gleich konkrete Antworten: Im selben Zug haben sie beim Regierungsrat eine Dringliche Interpellation eingereicht und fragen, was dieser von der Absicht der Sika, sich an Trumps Mauerbau zu beteiligen, halte. Weiter wollen sie wissen, ob die Regierung sich bewusst sei, dass das Mitwirken eines Zuger Konzerns an der «Schandmauer» den Ruf des Kantons schädige. Und schliesslich fragt die Partei, ob der Regierungsrat sich bereit zeige, mit der Sika-Leitung zu sprechen, damit diese auf eine allfällige Beteiligung am Mauerbau verzichte.

Die Zugerinnen und Zuger – und allen voran die Zuger Regierung – müssten sich bewusst sein, dass der Zuger Fiskus von dieser Beteiligung durch die Sika profitieren würde. An dieser Stelle fragen die Alternativen: «Wollen wir solche Gelder?» Mauern würden keine Probleme lösen, sondern seien Sinnbild für extrem viel Leid, welches Menschen auf dieser Welt widerfahren ist.

Andreas Faessler

andreas.faessler@zugerzeitung.ch

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