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V-Zug-Areal: Geforderte Flexibilität wirft Fragen auf

Das Stadtparlament hat den Bebauungsplan zum Technologiecluster besprochen. Obwohl alle Fraktionen positiv gestimmt sind, bleiben einige Bedenken.
Grosse Flexibilität bei der Erbauung gefordert: Geplantes V-Zug-Areal. (Bild: Visualisierung: PD)

Grosse Flexibilität bei der Erbauung gefordert: Geplantes V-Zug-Areal. (Bild: Visualisierung: PD)

Es ist salopp gesagt eine Riesenkiste, die die V-Zug auf ihrem Areal im Bereich der Industriestrasse bis 2044 realisieren will. Und nicht nur das, auch das Vorgehen ist aussergewöhnlich. So liegt zwar ein Bebauungsplan zum sogenannten Technologiecluster vor, doch dieser lässt vieles offen. Dies vor allem, um der V-Zug die Möglichkeit zu bieten, im Rahmen einer rollenden Planung auf aktuelle Entwicklungen im Industriebereich zu reagieren.

Der Bebauungsplan kommt im Grundsatz sowohl bei den vorberatenden Kommissionen wie auch bei sämtlichen Fraktionen des Grossen Gemeinderats (GGR) gut an. Die von der V-Zug gewünschte Flexibilität sorgte bei der gestrigen Debatte zur ersten Lesung für die kritischen Voten. Diese gab es vor allem von den beiden linken Fraktionen, der SP und der Alternative-CSP. «Wir stehen dem Vorhaben positiv gegenüber und freuen uns, dass Zug auch ein Produktionsstandort sein soll», sagte Tabea Zimmermann (Alternative-CSP). Der Fraktion sei aber nicht ganz geheuer, wie viel «auf Treu und Glauben hin» von der Stadt verlangt werde. «Sagen wir jetzt zu allem Ja, weil wir den Produktionsstandort bewahren wollen, obwohl es keine Garantie dafür geben kann?», fragte Zimmermann. Karin Hägi bezeichnete das Papier im Namen der SP als «Gummi-Bebauungsplan». So sei etwa die Position der Baubereiche nicht fix festgehalten, und auch die Platzierung möglicher Hochhäuser sei in einem weit­läufigen Gebiet möglich. «Der Bebauungsplan ist unbestimmt und unbeständig. Wozu also sagen wir jetzt genau Ja, und was wird dann am Ende wirklich gebaut?», gab Hägi zu bedenken.

Ein Bekenntnis zu Zug

Weit weniger kritisch werteten FDP und SVP das Vorhaben. Roman Burkard (FDP) betitelte das Geschäft als «eine der wichtigsten Vorlagen». Es gelte, in einem wirtschaftlich dynamischen Umfeld die Voraussetzungen zu schaffen, dass die V-Zug in Zug bleibe. «Die baulichen Ausführungen sollen und müssen darum eine gewisse Flexibilität ausweisen», so Burkard. Auch die SVP stehe voll und ganz hinter dem Projekt. «Trotz grosser Herausforderungen entscheidet sich die V-Zug für den Wirtschaftsstandort Zug. Die Kosten-Nutzen-­Balance zeigt sich bei diesem Projekt zu Gunsten der Stadt», war Philip C. Brunner überzeugt.

Zwischen den beiden Lagern fand sich die CVP. Man sei erfreut, dass die V-Zug auf die Stadt Zug setze, sagte Isabelle Reinhart. Gleichzeitig könne auch die Stadt hier gewisse Dinge einfordern, etwa in Bezug auf die Durchwegung des Areals. «Die V-Zug braucht grosse Flexibilität, das dürfen wir auch erwarten.»

Der GGR nahm den Bebauungsplan in erster Lesung positiv zur Kenntnis. Es gab kleinere Anpassungen in Bezug auf Entsorgungskonzept, Plätze und Grünflächen sowie Innenhöfe und Dachterrassen. Die zweite Lesung wird voraussichtlich im Sommer 2018 durchgeführt.

Das Grossprojekt auf dem Areal der V-Zug sieht eine Stadt in der Stadt vor. Die V-Zug legt den Fokus auf die Industrie, da sie ihren Produktionsstandort dort ausbauen will. Daneben sind Wohnungen, Büros und öffent­liche Nutzungen geplant.

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

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