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V-Zug plant erstes Holzhochhaus in Zug mit preisgünstigen Wohnungen

Im Geviert Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse gehen die Weiterentwicklung ihrer Grundstücke an. Ein Studienauftrag soll zeigen, was in dem Geviert möglich ist – unter Einbezug der Absicht der V-Zug, hier ein Holzhochhaus mit preisgünstigen Wohnungen zu erstellen.
Luftaufnahme des Gevierts. Farbig zu sehen ist das Areal, um welches in der Planung geht. (Bild: PD)

Luftaufnahme des Gevierts. Farbig zu sehen ist das Areal, um welches in der Planung geht. (Bild: PD)

An zentraler Lage in Zug befindet sich das Quartier Guthirt mit einem Mix aus Wohnen und Arbeiten sowie Bildungseinrichtungen. Die weitere Entwicklung des Quartiers ist nicht zuletzt geprägt vom Bebauungsplan Technologiecluster der V-Zug, der am 8. Mai 2018 vom Grossen Gemeinderat ohne Gegenstimme gutgeheissen wurde.

Im am Mittwoch begonnenen Prozess geht es um ein Studienverfahren im Geviert Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse sowie um einen Wettbewerb für das Hochhaus «Pi». Die vier beteiligten Grundeigentümer Vaudoise Versicherungen, Stockwerkeigentümergemeinschaft Baarerstrasse 94, V-Zug Immobilien AG und der Kanton Zug sehen in ihren Grundstücken «Entwicklungspotenzial und haben sich zu einem koordinierten Vorgehen zur Realisierung ihrer Projektideen entschlossen», wie es in einer Mitteilung heisst. Demnach werden die sogenannte «Rote Post», das Gebäude entlang der Baarerstrasse, sowie ein Wohngebäude der V-Zug an der Göblistrasse in naher Zukunft «am Nutzungsende angelangt sein und sollen durch Neubauten ersetzt werden».

Mit einem Studienauftrag unter Beteiligung von sechs schweizweit renommierten Architekturbüros sollen die verschiedenen Projektabsichten der Grundeigentümer untersucht werden. Ziel der angelaufenen Verfahren sei es, das Geviert aus gesamtheitlicher Perspektive zu betrachten und die Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung zu definieren. «Allen Beteiligten ist es wichtig, das Gebiet städtebaulich aufzuwerten. Es sollen Erkenntnisse gewonnen werden zur verträglichen Dichte, zur städtebaulichen Setzung und zu Freiräumen. Die Grundeigentümer möchten einen qualifizierten Beitrag zur Verdichtung und Innenentwicklung leisten, entsprechend dem Auftrag aus der Volksabstimmung des Jahres 2013 zum Raumplanungsgesetz.»

In der Schweiz einmalige Holzkonstruktion

Im kantonalen Richtplan wurde das Gebiet einem Verdichtungsgebiet zugewiesen. Das Hochhausreglement der Stadt Zug, das seit dem 7. Mai 2018 in Kraft ist, bezeichnet das Gebiet als geeigneten Standort für eine stadträumliche Entwicklung mit Hochhäusern.

Insbesondere die Strassenkreuzung Baarer-/Göblistrasse biete sich dafür an, heisst es weiter. «Hier sind die Pläne der V-Zugfür ein Holzhochhaus mit mehrheitlich preisgünstigen Wohnungen bereits weit gediehen.» Mit ihrem Projekt «Pi» beabsichtige die V-Zug Immobilien AG, ein Innovationsprojekt nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit zu realisieren. Das Projekt solle zeigen, «dass es mit entsprechenden Vorgaben und Rahmenbedingungen möglich ist, mitten in der Stadt Zug in einem architektonisch überzeugenden Hochhaus hochwertige und preisgünstige Wohnungen zu schaffen».

Plan des Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse-Gevierts. (Bild: PD)

Plan des Baarer-, Göbli-, Industrie- und Mattenstrasse-Gevierts. (Bild: PD)

Das Hochhaus in Sichtweite des zukünftigen Technologieclusters Zug solle ein Zeichen für die Nähe von Wohnen und Arbeiten setzen. Zudem sei die Dimension der Holzkonstruktion in der Schweiz bisher einmalig.

Auf der Parzelle der V-Zug Immobilien AG befindet sich heute bereits eine Wohnüberbauung der Pensionskasse der V-ZUG mit günstigen Wohnungen. Diese Wohnungen stehen laut Mitteilung am Ende ihres Lebenszyklus. Dank dem Projekt «Pi» werde die Anzahl preisgünstiger Wohnungen mehr als verdoppelt. Zudem werde geprüft, ob auch Räume für die ausserschulische Betreuung und eine zusätzliche Turnhalle der Primarschule Guthirt Platz finden. Die nahe gelegene Schulanlage würde damit von einem flächen- und volumenintensiven weiteren Ausbau entlastet werden.

Wicki äussert sich positiv

Das Studienverfahren zum städtebaulichen Gesamtkonzept und der Projektwettbewerb sollen bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage erfolgt die anschliessende Ausarbeitung eines Bebauungsplans, dessen Rechtskraft für 2021 angestrebt wird.

André Wicki, Vorsteher des Stadtzuger Baudepartements, äussert sich positiv zu den Plänen: Wenn mehrere Grundeigentümer an einem Strick ziehen würden, dann sei das ein Glücksfall. «Besonders, wenn eine gute städtebauliche Lösung nach ökologischen Grundsätzen erarbeitet und die Anzahl zahlbarer Wohnungen noch verdoppelt wird.» (pd/lb)

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