VATIKAN: Schweizergardisten schwören ihre Treue

35 Schweizergardisten, darunter sieben Zentralschweizer, haben ihren Eid abgelegt – unter den Augen der Zuger Delegation.

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Der Hochdorfer Manuel Steinmann legt den Eid als Schweizergardist ab. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Hochdorfer Manuel Steinmann legt den Eid als Schweizergardist ab. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Am Montagmorgen haben die Angehörigen der päpstlichen Schweizergarde auf der Piazzale Protomartiri Romani einen Kranz niedergelegt. Der traditionelle Akt findet jedes Jahr am 6. Mai auf dem Platz neben der Petersbasilika statt. Mit der traditionellen Kranzniederlegung gedenken die Angehörigen der kleinsten Armee der Welt, die nur aus katholischen Schweizer Staatsbürgern besteht, den 147 Soldaten, die bei der Plünderung Roms am 6. Mai 1527 starben. Die Tragödie ist bekannt unter dem Namen «Sacco di Roma».

Selbstloses Dienen

Nur wenige Stunden später standen die jüngsten Männer im Dienste von Papst Franziskus selber im Mittelpunkt. Nachdem sie im letzten Jahr in die Schweizergarde eingetreten sind, haben sie im Vatikan in einer feierlichen Vereidigungszeremonie mit ihrem Schwur ihren Willen zum selbstlosen Dienen bekräftigt.

An dem zeremoniereichen Tag wurden die Gardisten nicht nur von Eltern, Verwandten und Familien begleitet. Auch Bundespräsident Ueli Maurer, mehrere Kardinäle und Bischöfe sowie die Vertreter des Gastkantons Zug waren dabei. Zug offerierte den über 800 Ehrengästen im Anschluss an die Vereidigung einen reichhaltigen Stehlunch mit Zuger Spezialitäten. Auch für die Garde gab es ein Geschenk: Die elf Zuger Gemeinden und der Kanton finanzierten einen neuen Schulbus für die Kinder der Schweizergardisten.

Ernst Meier, Vatikan

Bundespräsident Ueli Maurer beglückwünscht die vereidigten Schweizer Gardisten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
55 Bilder
Der Kommandant der Schweizer Garde, Daniel Anrig, salutiert vor dem Kranz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Zuger Polizeimusik spielt anlässlich der Vereidigungszeremonie der Schweizergardisten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Manuel Steinmann aus Hochdorf beim Schwur. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Franz Hürlimann aus Walchwil, Zug schreitet zur Tribüne auf der Piazzale Protomartiri Romani, um einen Dienstorden entgegen zu nehmen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Franz Hürlimann Schweizergardist aus Walchwil, Zug erhält einen Dienstorden vom Vertreter des Papstes, Bischof Angelo Becciu. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
35 Hellebardiere der Schweizergarde schwören in der Aula Pio ihren Treueeid und verpflichten sich damit für einen mindestens zweijährigen Dienst im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
35 Hellebardiere der Schweizergarde schwören in der Aula Pio ihren Treueeid und verpflichten sich damit für einen mindestens zweijährigen Dienst im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
35 Hellebardiere der Schweizergarde schwören in der Aula Pio ihren Treueeid und verpflichten sich damit für einen mindestens zweijährigen Dienst im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
35 Hellebardiere der Schweizergarde schwören in der Aula Pio ihren Treueeid und verpflichten sich damit für einen mindestens zweijährigen Dienst im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
35 Hellebardiere der Schweizergarde schwören in der Aula Pio ihren Treueeid und verpflichten sich damit für einen mindestens zweijährigen Dienst im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
35 Hellebardiere der Schweizergarde schwören in der Aula Pio ihren Treueeid und verpflichten sich damit für einen mindestens zweijährigen Dienst im Vatikan. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Franz Hürlimann aus Walchwil, Zug schreitet zur Tribüne auf der Piazzale Protomartiri Romani, um einen Dienstorden entgegen zu nehmen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Das Geschenk des Kanton Zug ist nützlicher Art: Ein neuer Schulbus bringt die Kinder der Gardisten sicher in die 20 Minuten vom Vatikan entferne Schule. Im Bild (von links): Daniel Anrig Kommandant Schweizer Garde, Beat Villiger, Landammann und Josef Ribary Gemeindepräsident Unterägeri. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Mit der Niederlegung eines Kranzes auf der Piazzale Protomartiri Romani gedenkt man den gefallenen Soldaten beim Sacco di Roma anno 1527. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Der Kommandant der Schweizer Garde, Daniel Anrig salutiert vor dem Kranz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Aufmarsch eines Geschwaders Schweizergardisten anlässlich der Kranzniederlegung zu Ehren der gefallenen Soldaten des Sacco di Roma anno 1527. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Alt Bundesrat Pascal Couchepain im Gespräch mit den Bischöfen Markus Büchel und Felix Gmür (von links). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Kranzniederlegung zu Ehren der gefallenen Soldaten des Sacco di Roma anno 1527. Im Bild: Divisionär Daniel Roubaty, Landamman Beat Villiger mit Frau Rita im Gespräch mit Kardinal Kurt Koch (von links). (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Heilige Messe in der Petersbasilika mit Eminenz Tarcisio Bertone. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Heilige Messe in der Petersbasilika. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Heilige Messe in der Petersbasilika. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Schweizergardisten während der Heiligen Messe in der Petersbasilika. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Schweizergardisten während der Heiligen Messe in der Petersbasilika. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Der Zuger Chor Cantori Contenti. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
der Zuger Chor Cantori Contenti. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Gruppe von Gardisten schreitet mit Alphörner durch die Basilika. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Mitglieder der Musikgruppe der Garde spielen Alphorn während der Messe, rechts der Luzerner Gardist und Dirigent Peter Meier. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Schweizergardisten währende der Heiligen Messe. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Schweizergardisten währende der Heiligen Messe. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Dieser Gruss gilt nicht dem Fotografen: Bischof Kardinal Tercisio Bertone bedankt sich aus der Ferne beim Chor Cantori Contenti aus Zug für das Begleiten der Messe. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Gardisten setzen den Helm auf um anschliessend in Formation aus der Kirche zu maschieren. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
35 neue Schweizer Gardisten sind am 6. Mai vereidigt worden. (Bild: Keystone)
Neun Gardisten stammen aus der Zentralschweiz. (Bild: Keystone)
Der Kanton Zug ist der diesjährige Gastkanton. (Bild: Keystone)
Der Zuger Regierungsrat Urs Hürlimann im Gespräch mit Alt Bundesrat Pascal Couchepain und Bundespräsident Ueli Maurer. vlnr. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Der Kommandant der Schweizergarde Daniel Anrig im Mittelpunkt italienischer und ausländischer Medien. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
Standesweibel Hanspeter Rosenberg mit dem Zuger Landammann Beat Villiger und Frau Rita während der Heiligen Messe. (vlnr) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Geistliche des Vatikans während der Messe auf dem Petersplatz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Zuger Regierung in der Casina Pio IV im Vatikan. Tobias Moser (Landschreiber), Stephan Schleiss, Matthias Michel, Heinz Tännler, Ueli Maurer (Bundespräsident), Beat Villiger, Daniel Anrig (Kommandant Schweizer Garde), Peter Hegglin, Manuela Weichelt-Picard, Urs Hürlimann und Renée Spillmann Siegwart (stv Landschreiberin) vlnr. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Standesweibel Hanspeter Rosenberg begleitet den Zuger Landammann Beat Villiger und Frau Rita auf dem Petersplatz in Rom zur Heiligen Messe. (vlnr) (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Ein Schweizergardist steht Wache während der Papstmesse vor der St. Peter Basilika in Rom. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Mehrere Tausend Gläubige aus aller Welt versammeln sich auf dem St. Petersplatz in Rom um an der Papstmesse teilzunehmen, trotz Regen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Schweizer Gardisten am Sonntag im Innenhof des Gardezentrums. (Bild: Keystone)
Zuger Delegation auf Besuch im Vatikan. Im Bild: Beat Villiger (mitte), Zuger Landammann, begrüsst mit Frau Rita Bundespräsident Ueli Maurer in der Casina Pio IV. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Papst Franziskus am Sonntag auf dem Petersplatz. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Papst Franziskus während der Papstmesse vor der St. Peter Basilika in Rom. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Mehrere Tausend Gläubige aus aller Welt versammeln sich auf dem St. Petersplatz in Rom um an der Papstmesse teilzunehmen, trotz Regen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Der Kommandant der Schweizergarde Daniel Anrig (2.von links) bewacht den Papst im Papamobil. Der Kommandant läuft immer auf Höhe der rechten Tür des Mobils mit, um im Ernstfall sofort den Papst schützen zu können. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Roland Kristan aus Egolzwil LU ist einer der rund 30 neuvereidigten Gardisten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Die Schweiz auf Besuch im Vatikan. Im Bild: Bundespräsident Ueli Maurer im Gespräch mit Kirchenvertretern des Vatikans. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Nationalrat Thomas Aeschi im Regen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Mehrere Tausend Gläubige aus aller Welt versammeln sich auf dem St. Petersplatz in Rom um an der Papstmesse teilzunehmen, trotz Regen. Dabei sind zahlreiche Gruppen und Orden die zum Teil eigene Banner und Kreuze mitbringen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Schweizer Gardisten am Sonntag im Innenhof des Gardezentrums. (Bild: Keystone)

Bundespräsident Ueli Maurer beglückwünscht die vereidigten Schweizer Gardisten. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die Reportage von der Vereidigung aus dem Vatikan lesen Sie am 7. Mai in der Neuen ZZ und im E-Paper.

Die neuen Gardisten aus der Zentralschweiz

Abächerli Fredy aus Giswil OW
Camenzind Ralf aus Einsiedeln SZ
Kristan Roland aus Egolzwil LU
Roth Peter aus Hergiswil NW
Stadelmann Sven aus Inwil LU
Steinmann Manuel aus Hochdorf LU
Zihlmann Philipp aus Wolhusen LU

Ueli Maurer von Papst Franziskus empfangen

Bundespräsident Ueli Maurer ist am Montag Vormittag im Vatikan von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen worden. Das Treffen fand vor der Vereidigung der neuen Päpstlichen Schweizergardisten statt. Maurer sei vom Oberhaupt der katholischen Kirche sehr herzlich begrüsst worden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Papst Franziskus und sein Schweizer Gast hätten einige Worte in deutscher Sprache gewechselt. Die Privataudienz mit einem Übersetzer dauerte 16 Minuten. Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt gegeben.