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PH Zug: Velofahren als Beitrag zur Integration

Eine Woche lang arbeiten Studierende der PH Zug mit Lernenden des Integrations-Brücken-Angebots zusammen. Eines der Themen sind Fahrradfahren und die Auseinandersetzung mit den Verkehrsregeln.
Vanessa Varisco
Den Schülern des IBA macht das Fahrradfahren sichtlich Freude. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 24. Mai 2018))

Den Schülern des IBA macht das Fahrradfahren sichtlich Freude. (Bild: Werner Schelbert (Zug, 24. Mai 2018))

In einem Kreis sitzen die Jugendlichen des IBA um einen Teppich, auf welchem eine Kreuzung dargestellt ist. Anschaulich präsentieren die drei Studentinnen der PH Zug, die den Unterricht leiten, darauf Regeln, die es im Strassenverkehr zu beachten gilt, wie beispielsweise links abgebogen oder korrekt angehalten wird vor einem Stoppschild. Gespannt lauschen die Schüler den Ausführungen und bringen sich ab und an mit Fragen ein.

«Alle Schüler sind beeindruckend motiviert», erklärt Ines Weiss, Studentin der PH. «Im Unterricht arbeiten sie engagiert mit, und jene, die es noch nicht konnten, haben sogar Fahrradfahren innert weniger Stunden gelernt.» Drei Tage hatten die PH-Studenten Zeit, den Lernenden des IBA ein Thema näher zu bringen und sie zu unterrichten. «Für das Fahrrad und den Strassenverkehr haben wir uns entschieden, da es praktisch orientiert ist.

Neben dem Erlernen der Verkehrsregeln, haben wir so die Möglichkeit, mit den Schülern auch draussen zu sein», erklärt Larissa Mettler, Studentin der PH Zug. Profitiert hätten beide Seiten gleichermassen: Die PH Studenten, weil sie die Chance erhalten haben zu unterrichten und die IBA Schüler, indem sie Velofahren und Verkehrsregeln gelernt haben.

«Kulturelle Vielfalt»

Zum dritten Mal findet diese Art der Zusammenarbeit von PH Zug und IBA statt. «Es war bisher ein Erfolg», sagt Beatrice Breitenmoser, Lernbegleiterin am IBA. «Der grösste Gewinn für das IBA ist dabei, dass die Schüler von anderen Lehrpersonen unterrichtet werden und andere Methoden kennen lernen.» Die Projektwoche führen die PH Studenten im Rahmen des Moduls «Kulturelle Vielfalt» durch. Neben dem Veloprojekt gab es andere Gruppen, die sich beispielsweise den landwirtschaftlichen Produkten angenommen, die persönlichen Lieblingsorte der Stadt besucht oder gemeinsam einen Musikclip produziert haben.

«Die Studierenden sind in diesen Projekten gefordert, profitieren aber vom lebendigen Austausch», meint Mireille Eva Gugolz, die gemeinsam mit Andreas Gwerder verantwortlich für das Modul ist.

Den Umgang mit Verkehrssituationen üben

Die Gruppe der Velobegeisterten macht sich nach dem theoretischen Beitrag mit dem Fahrrad auf zu den Stierenstallungen. Dort können die Schüler in Zweiergruppen verschiedene Verkehrssituationen erneut üben, denn vor allem die zahlreichen Verkehrsregeln sind neu für viele. «Der Vergleich mit den eigenen Ländern ist besonders spannend, während einige gar nie Velofahren gelernt haben, sind sich andere nicht an solche strikten Regeln gewohnt», erklärt Jasmin Nussbaumer, Studierende der PH Zug.

Und da die Schweiz ein Veloland sei, sei das Fahrradfahren auch eine Integrationsleistung. Unermüdlich drehen sie ihre Runden in den Stierenstallungen und haben dabei sichtlich Spass. «Ich habe durch diese Projektwoche erst Fahrradfahren gelernt, ebenso wie die Verkehrsschilder und Regeln, was mir Freude bereitet hat», berichtet eine Schülerin des IBA.

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