Velofahrer fühlten sich gefährdet

In Muri verliert der Kreisel beim Coop Muripark das sogenannte Turboelement.

Eddy Schambron
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Der Kreisel in Muri verliert sein Turboelement.

Der Kreisel in Muri verliert sein Turboelement.

Bild: Eddy Schambron

Der Kreisel beim Coop Muripark in Muri wird wieder «normal»: Gegenwärtig liegen die vorgesehenen Änderungen auf, die das seit 2018 eingeführte «Turboelement» zur Leistungssteigerung der Anlage wieder aufheben, öffentlich auf. Viel zu machen ist nicht. Es müssen lediglich Markierungen und die Verkehrsinseln angepasst werden. Damit soll die Verkehrssicherheit verbessert werden.

Mit den Änderungen wird die Kreiselfahrbahn wieder einspurig. Die Abbiegehilfen auf der Aarauer-, Zürcher- und Luzernerstrasse bleiben bestehen, was trotz Aufhebung des Turboelements eine geringfügige Leistungssteigerung ermögliche, heisst es im technischen Bericht. Die Zufahrt aus der Seetalstrasse bleibt wie bis anhin ohne Abbiegehilfe. Damit werde der Kreisel «im Grundsatz einfacher und verständlicher.» Radfahrer werden wie bis anhin durch den Kreisel geführt. Auf allen vier Ästen befinden sich Fussgängerstreifen mit Mittelinsel. Sämtliche Fussgängerstreifen bleiben lagemässig bestehen. Die Fussgängerschutzinseln werden auf die neue Situation angepasst.

Angestrebte Mehrleistung wurde nicht erreicht

Die Realisierung des Kreisels mit Turboelement erfolgte im Herbst 2018. Um Erfahrungen zu sammeln, wurde die Umgestaltung der Kreiselanlage als Versuchsbetrieb ausgelegt. Es wurden allerdings schnell Bedenken laut, vor allem Velofahrer fühlten sich gefährdet. Die Verkehrserhebungen durch die Ballmer und Partner AG zeigten, «dass die Leistungsfähigkeit der Kreiselanlage leicht gesteigert werden konnte, die angestrebte Erhöhung um 15 Prozent konnte jedoch nicht erreicht werden.»

Betreffend die Kreiselbenutzung konnte festgestellt werden, dass die Fahrzeuglenker teilweise mit der Situation überfordert sind. «Dies hat sich merklich auf die Verkehrssicherheit und die Umfallsituation am Kreisel ausgewirkt.» Neben der Vermehrung der Unfallsituationen wurde festgestellt, «dass sich die Verkehrssicherheit insbesondere für den leichten Zweiradverkehr verschlechtert hat.»

Jetzt wird der Kreisel, nicht nur auf Grund der Verkehrserhebungen, sondern auch auf Druck aus der Öffentlichkeit, umgestaltet. Diese Anpassungen sollen baulich definitiv umgesetzt werden. Der Kreisel beim Coop Muripark ist der wichtigste Knotenpunkt im Bezirkshauptort. Der durchschnittliche tägliche Verkehr liegt auf der Aarauer- und Luzernerstrasse bei rund 12000 bis 14000 Fahrzeugen am Tag mit einem Lastwagenanteil von rund vier bis fünf Prozent. Auf der Seetal- und Zürcherstrasse beträgt der Verkehr 6000 bis 8500 Fahrzeuge am Tag.