Leserbrief

Veloraser gefährden Fussgänger

«Politiker setzt sich weiter für Velos ein», Ausgabe vom 2. Juli

Drucken
Teilen

Die Argumentation eines Gemeinderates der Stadt Zug zum freien Veloverkehr, zeigt genau die egoistische Einstellung: freie Fahrt für Velofahrerende, die Fussgängerinnen und Fussgänger sind nicht so wichtig. Der Gemeinderat möchte die Schranke auf dem kleinen Weg zwischen St.-Michaelskirche und Pädagogischer Hochschule aufheben. Dabei wird er in der «Zuger Zeitung» wie folgt zitiert: «Das Trottoir wird kaum begangen, eine permanente Schikane ist bei so wenig potenziellen Konfliktsituationen unverhältnismässig.» Dieser Satz sagt schon alles über die egoistische Einstellung. Würden alle Velofahrenden langsam und achtsam fahren, wäre dies kein Problem. Konfliktsituationen ergeben sich nur, wenn diese rücksichtslos fahren. Auf einem Trottoir darf nicht Velo gefahren werden, unabhängig davon, ob viele Fussgänger unterwegs sind oder nicht. Für mich wäre das eine Selbstverständlichkeit vom Velo abzusteigen, um das Trottoir zu queren. Alternativ könnten sie schliesslich auch den offiziellen Weg der Strasse entlang nutzen. Immer mehr wird in der ganzen Stadt in hohen Tempi auf den Trottoirs gefahren. Es wäre wünschenswert, wenn die Polizei eine Zeit lang intensiv eingreifen würde. Als Fussgänger in der Stadt fühlt man sich nicht mehr sicher; solange man nicht auf dem Trottoir gehen kann, ohne dass ein Velo von hinten vorbeirasen könnte. Allgemein plädiere ich für mehr Achtsamkeit und Rücksicht von sämtlichen Verkehrsteilnehmenden.

Adrian Rösselet, Zug