Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Zug: Veloverkehr soll sicherer und damit attraktiver werden

Auf dem Bundesplatz ist am Samstagmorgen der Startschuss für die Zuger Velonetz-Initiative erfolgt. Drei Vereine kämpfen mit dem Volksbegehren für ein direktes und durchgehendes Netz für die Velofahrer.
Charly Keiser
Eine Initiative fordert ein durchgehendes Netz für Velofahrer durch den Kanton Zug. Bild: Werner Schelbert (Zug, 17. April 2018)

Eine Initiative fordert ein durchgehendes Netz für Velofahrer durch den Kanton Zug. Bild: Werner Schelbert (Zug, 17. April 2018)

Bis 2030 soll im Kanton Zug ein sicheres, direktes und durch­gehendes Veloverkehrsnetz realisiert werden. Dies verlangt die Zuger Velonetz-Initiative, die gestern Morgen um 11 Uhr vom Komitee, bestehend aus den Parteien Alternative – die Grünen und CSP sowie den beiden Vereinen VCS und Pro Velo Zug auf dem Bundesplatz lanciert wurde.

Die Volksinitiative fordert für den gesamten Kanton Zug, dass bis ins Jahr 2030 die Wohn- und Arbeitsorte mittels Velo­wegen verbunden werden, Velos vom Auto- und Fussverkehr ­separiert werden sowie an den Zielorten genügend Veloparkplätze entstehen.

Ist die Initiative als Antwort auf die für die Alternative-CSP ungenügende Antwort des Zuger Stadtrats sowie die Abschreibung ihrer Motion «Bike to school/Masterplan Velo» von letzter Woche zurückzuführen? «Nein», sagt die Alternative-Gemeinderätin und Komiteemitglied Astrid Estermann: «Aber es hat uns ­darin bestärkt, dass die Velonetz-Initiative dringend notwendig ist.» Die Idee zum Vorstoss hätten sie schon länger gehabt, ergänzt Estermann und erklärt: «Der Grund liegt in den ungenügenden Velowegen in den Berggemeinden und den fehlenden, nicht durchgehenden und darum auch unsicheren Wegen in allen Gemeinden. Da muss wirklich dringend etwas passieren.»

Fehlender Platz? Eine Frage der Priorität

Fehlt nicht der Platz, um den ­motorisierten Verkehr vom Veloverkehr zu trennen? «Ja», entgegnet Estermann. «Solang das Auto als das wichtigere Verkehrsmittel definiert ist, bleibt zu wenig Platz für die Velos. Darum gibt’s im Moment auf den Strassen ein Gegen- statt ein Miteinander.»

Die Initiative, für die seit gestern Unterschriften gesammelt werden, wird in Form einer allgemeinen Anregung eingereicht. «Es läge dann am Kantonsrat, das Ganze in ein Gesetz zu giessen», erklärt Estermann und zählt die Hauptanliegen auf: So müssten alle wichtigen Wohn- und Arbeitsgebiete im Kanton Zug durch ein direktes, durchgehendes und komfortables Veloverkehrsnetz verbunden werden. «Wichtig ist auch, dass der Veloverkehr vom Autoverkehr und dem Fussgängerbereich möglichst separiert wird. Das könnte beispielsweise mit sogenannten Velobahnen realisiert werden.» Falls eine Hauptveloverkehrs­achse entlang einer Hauptstrasse bestehe, müsse künftig eine physisch getrennte Spur geführt ­werden, und an den Zielorten müssten genügend Veloparkplätze zur Verfügung stehen. «Diese müssen wenn möglich gedeckt sein und über E-Bike-Ladestationen verfügen.»

Vielen ist das Velofahren heute zu gefährlich

Zudem müssten die Gemeinden innerorts für sichere und attraktive Verbindungen für Einkaufs-, Schul- und Arbeitswege sorgen, ergänzt die Stadtratskandidatin. «Und der Veloverkehr soll generell durch weitere geeignete Massnahmen gefördert werden.»

«Wir verlangen, dass in jeder Strassenbauvorlage die Veloverkehrsverträglichkeit separat ausgewiesen wird.»

Viel früher als heute müsste der Veloverkehr in die Planung mit einbezogen werden, fordert Estermann. «Wir verlangen, dass in jeder Strassenbauvorlage die Veloverkehrsverträglichkeit separat ausgewiesen wird.» Um sicherzustellen, dass sich die ­Situation für die Velofahrer stetig verbessere, sei es ausserdem notwendig, dass der Kanton dem Kantonsrat regelmässig Bericht über den Stand der Umsetzung der Initiative erstatte. «Nur so ist es möglich, dass in Zukunft wieder mehr Leute regelmässig das Velo als Fortbewegungsmittel benutzen. Denn vielen ist das Velofahren heute zu gefährlich und sie steigen darum ins eigene Auto ein oder benutzen den öffentlichen Verkehr. Dabei wäre Velofahren erst noch gesund.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.