VERBRECHEN: Anastasias Mutter muss 12 Jahre absitzen

Verurteilt wurde sie bereits, die Mutter der getöteten Anastasia. Nun hat das Zuger Obergericht auch über das Strafmass entschieden: Zwölf Jahre Freiheitsstrafe.

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So viel muss die 37-jährige Russin verbüssen. Daran werden ihr über 1600 Tage angerechnet, die sie in Untersuchungs- und Sicherheitshaft sass.

Die zweite Instanz zweifelt nicht daran, dass die Mutter in einer Mainacht im Jahr 2004 in Steinhausen ihre sechsjährige Tochter umgebracht hat, indem sie dem schlafenden Kind den Brustkorb «durch körperliche Gewalt derart stark zusammendrückte, dass Anastasia keine Luft mehr bekam und in der Folge erstickte» – so steht es in den Akten. 

Am 10. März hatte die zweite Instanz in einem Teilurteil die Mutter der vorsätzlichen Tötung schuldig gesprochen. Weil kein psychiatrisches Gutachten vorliegt – Anastasias Mutter wollte sich unter keinen Umständen psychiatrisch begutachten lassen –, kann Anastasias Mutter keine verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt werden.

Chantal Desbiolles/Neue ZZ