Verein sucht weitere Betriebe

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Wohnen und Arbeiten Der Verein Wohnen und Arbeiten mit Behinderten auf dem Bauernhof (Wabb) wurde 2011 von einer Gruppe betroffener Eltern und interessierter Personen gegründet. Ziel ist, auf Landwirtschaftsbetrieben im Kanton Zug für Menschen mit einer geistigen Behinderung Plätze zum Wohnen und Arbeiten anzubieten. «Ein solches Angebot gibt es bisher im Kanton Zug noch nicht», weiss Johannes Hegglin. Der 27-jährige Zuger hat Bernhard Tobler nach fünfjähriger Aufbauarbeit als Präsident des Wabb abgelöst. Das Fehlen dieses Angebotes habe zur Folge, dass Menschen mit einer geistigen Behinderung, die in diesem Bereich arbeiten, oft ausserkan­tonal untergebracht werden müssen. «Wir sind der Ansicht, dass die Arbeit auf einem Hof wertvoll ist, genauso wie die Integration in die Familie.» Die Kosten, die dem Betrieb durch die Betreuung anfallen, seien teilweise durch die Beiträge der IV gedeckt. Für einen Teil kommen die Eltern auf. Der Betrieb Warth in Mor­garten ist das erste Projekt, das umgesetzt worden ist. «Es ist unser Vorzeige- und Pilotprojekt», sagt Hegglin. Ziel wäre, im Kanton weitere solche Betriebe aufzubauen. «Wir sind auf der Suche nach Landwirtschaftsbetrieben, die Interesse haben», so Hegglin. Wer mitmachen möchte, müsse über eine gewisse Grösse ver­fügen, dass eine bis drei Per­sonen betreut werden können. Ein Projekt in der Chamau sei aufgrund fehlender Finanzen gescheitert. Hegglin: «Wir freuen uns über interessierte Landwirte.» Informationen zum Verein gibt es unter www.wabb-zug.ch . (st)