Vereine
Den WK in winterlichen Verhältnissen absolvieren

Das Zuger Gebirgsinfanteriebataillon 48 hat die Hälfte des diesjährigen WKs hinter sich.

Für das Gebirgsinfanteriebataillon 48: Kevin Hofstetter
Merken
Drucken
Teilen
 Stellungen wurden vom Bataillon durch Teils meterdicken Schnee gebuddelt.

Stellungen wurden vom Bataillon durch Teils meterdicken Schnee gebuddelt.

Bild: PD

Das traditionelle Zuger Gebirgsinfanteriebataillon 48, welches vom Bündner Berufsoffizier und Oberstleutnant im Generalstab Gregor Hänggi kommandiert wird, absolviert in diesem Jahr den Dienst im Raum Walenstadt. Nun ist das Bataillon bereits die zweite Woche am Stück im WK und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu Sicherheit der Schweiz. Es stellt die Bereitschaft für mögliche Einsätze zu Gunsten der zivilen Behörden sicher.

In der ersten WK Woche lag der Fokus auf der einsatzbezogenen Ausbildung wie zum Beispiel der Umgang mit der persönlichen Waffe, das Durchführen von Checkpoint Kontrollen, sowie die Funk- und Sanitätsausbildung. Unser Bereitschaftsoffizier konnte somit den vorgesetzten Stufen melden, dass das Bataillon bereit ist und bei Bedarf aufgeboten werden kann. Damit hat der Bereitschaftsdienst des Gebirgsinfanteriebataillons 48 offiziell begonnen. Nebst der einsatzbezogenen Ausbildung wurden aber auch bereits die ersten Zugsübungen durchgeführt. Die Infanteriekompanien setzten sich verstärkt mit dem Kampf in den urbanen Zonen und den einzelnen Infanterieaufgaben (Inf Tasks) auseinander. Die Unterstützungskompanie durfte zusammen mit den Gebirgsspezialisten des Kompetenzzentrums Gebirgsdienst der Armee eine spannende und lehrreiche Lawinenausbildung geniessen. Ziel der Ausbildung war es, dass die Teilnehmer am Ende wussten, welche Ausrüstungsgegenstände unbedingt mitgenommen, welche Abklärungen im Voraus getroffen werden müssen, sowie auch das korrekte Verhalten im Gelände.

Infanterieaufgaben bei schwierigen Verhältnissen

Der Vormittag des ersten Dienstwochenendes verbrachten die Kompanien noch mit individuellen Zugsübungen. Am Nachmittag folgte dann ein Grossparkdienst. Die persönliche Waffe, die Schutzmaske sowie die Schuhe wurden gereinigt und gepflegt. Auch die Fahrzeuge wurden im Rahmen des wöchentlichen Parkdienstes wieder Flott gemacht. Sie wurden geputzt, getankt und für die kommende Woche vorbereitet. Anschliessend hatten die Angehörigen des Gebirgsinfanteriebataillon 48 die Möglichkeit, an einem von vielen Programmpunkten teilzunehmen. Zur Auswahl stand eine breite Auswahl von Sportaktivitäten, Brettspielen, Konsolencontests und sogar die Teilnahme an einem Impulsreferat zum Thema Lawinen. Selbstverständlich wurden die Sicherheitsbestimmungen des BAG dabei strikte eingehalten. Der Sonntag wurde dann vieler Orts mit einem coronakonformen Brunch gestartet. Anschliessend durfte die Truppe frei verfügen. Einzige Begrenzung waren die verschiedenen Areale der Kasernen sowie die Weisungen bezüglich dem Schutz der Gesundheit. Die zweite WK Woche wurde mit winterlichen Temperaturen und herrlichem Schneefall eingeläutet. Dies störte den Ausbildungsablauf keines Wegs. Die zahlreichen Fahrer waren sich den winterlichen Verkehrsbedingungen bereits gewohnt und das Anlegen der Winterketten war mittlerweile reine Routine.

So konnten die verschiedenen Inf Tasks wie zum Beispiel die Eskorte als Konvoischutz, das Verhalten auf der Patrouille oder die Durchführung eines Checkpoints auch bei schwierigen Verhältnissen exerziert werden. Dies sind wichtige Kernaufgaben der Infanterie. Sie können im Verteidigungsfall aber insbesondere auch im Falle eines Einsatzes zu Gunsten der zivilen Behörden sehr nützlich sein. Sei es um ein Gelände oder ein Objekt zu überwachen oder Güter und Personen sicher von Punkt A nach Punkt B zu transportieren. Auch die Kenntnisse im urbanen Gelände wurden wieder aufgefrischt. Dabei ging es insbesondere um die Eskalation sowie die Deeskalation mit Feuer, die Reaktion auf Notwehrsituationen sowie das Verhalten im Begegnungsgefecht.

Stellung in meterdickem Schnee

Die Raumüberwachung war ein weiteres wichtiges Thema. Mit offenen und verdeckten Beobachtungsposten wurden Nachrichten beschafft, verifiziert und gesichert. Diese kann zum Beispiel im Rahmen von Unwetterkatastrophen wie z.B. Erdrutsche etc. eingesetzt werden, um den zivilen Behörden schnell ein detailliertes Bild der Situation zu verschaffen. In einer zweiten Phase kann anhand der Daten eine genaue Lageverfolgung sichergestellt werden. Bei der Unterstützungskompanie pflegten die Kanoniere das Minenwerfer-Handwerk. Stellungen wurden durch Teils meterdicken Schnee gebuddelt, der Lader bereitete die Munition vor, der Richter stellte den 8.1 Zentimeter Werfer genau ein und der Geschützchef wartete auf das Kommando «Ganzer Zug, Achtung – Feuer!» der Feuerleitstelle. Die Späher bereiteten sich auf zahlreiche Infiltrationen, Exfiltrationen und die spannenden Nachrichtenbeschaffungen in unwegsamen Gelände vor und verfolgten mit wachsamen Augen die Treffsicherheit der Werfer. Am Ende ist eine enge Zusammenarbeit der Späher und der Kanoniere, der Sensorwirkungsverbund, matchentscheident, um die Wirkung im Ziel zu erreichen.

Das Ziel ist klar: Bis Ende der WK Woche 2 sollen alle für die Kompanie Einsatzübungen in der dritten Woche bereit sein. Dann heisst es nicht nur für die Minenwefer: «Feuer frei!»

Vereine & Verbände: So funktioniert's

Ihre redaktionellen Beiträge sind uns sehr willkommen. Wir nehmen gerne Berichte entgegen, weisen in dieser Rubrik allerdings nicht auf kommende Anlässe hin. Ihre Texte und Bilder für diese Seite können Sie uns per E-Mail senden.

Unsere Adresse lautet: redaktion-zugerzeitung@chmedia.ch.

Bitte beachten Sie, dass wir in dieser Rubrik Texte von maximal 3500 Zeichen abdrucken. Fotos sollten Sie in möglichst hoher Auflösung an uns übermitteln. Schicken Sie sie bitte als separate Bilddatei, nicht als Teil eines Word- Dokuments.

Herzlichen Dank für Ihren Beitrag. Gerne können Sie den Artikel-Link auch auf dem Social-Media-Account Ihres Vereins posten.