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Erfolgreiche Online-Generalversammlung der Wasserversorgungs-Genossenschaft Sins und Umgebung

Die Wasserversorgungs-Genossenschaft hat für ihre GV eine Alternative gefunden. Die Finanzen stehen gut, personell bleibt alles beim Alten, unter den Mitgliedern herrscht allgemeiner Konsens.

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Das Wasserreservoir Brandhalde, das derzeit gebaut wird.

Das Wasserreservoir Brandhalde, das derzeit gebaut wird.

Bild: PD/Trudy Strebel

Die für den 22. Februar vorgesehene Generalversammlung konnte aufgrund der Auflagen des Bundes nicht in gewohntem Rahmen durchgeführt werden. Der Vorstand hat daher entschieden, dass die diesjährige GV digital durchgeführt wird. Damit dies möglich war, musste die Website vorgängig erneuert werden. Die Mitglieder haben Ende Januar die Einladung zur GV erhalten. Bei der Einladung wurden die Traktanden und eine Anleitung für die digitale Abstimmung beigelegt. Auf einer passwortgeschützten Ablage auf der Website konnten die GV-Unterlagen eingesehen werden. Die Abstimmung erfolgte über ein Umfragetool.

Die Mitglieder der Wasserversorgungs-Genossenschaft Sins und Umgebung (WVGS) konnten vom 15. bis 21. Februar digital abstimmen.

Das Wichtigste vom vergangenen Jahr

Der Präsident erläutert in seinem Jahresbericht die wichtigsten Geschäfte, welche den Vorstand beschäftigten. Der Neubau des Reservoir Brandhalde kommt plangemäss voran und wird im Spätherbst 2021 in Betrieb genommen. Die Trinkwasseruntersuchungen haben ergeben, dass das von der WHO als krebserregend beurteilte Abbauprodukt Chlorothalonilsulfat (R417888) nicht, oder nur unterhalb des Höchstwertes feststellbar ist. Anders sieht es beim ungefährlich beurteilten Abbauprodukt R471811 aus. Hier wurden die Höchstwerte bei den Quellen Bergmatt und Haselrain überschritten. Die Quellen sind Teil des Wassers für das Versorgungsgebiet Alikon. Bei allen anderen Quellen liegen die Messwerte in der Toleranz oder sind nicht messbar. Da das Abbauprodukt gemäss WHO keine potenziellen gesundheitlichen Probleme schafft, darf der Höchstwert überschritten werden. Die WVGS wird mögliche Massnahmen prüfen, dass diese Quellen ausser Betrieb genommen werden können, solange der Messwert über dem Höchstwert liegt. Sämtliche Messresultate sind auf unserer Website publiziert.

Im Gebiet Aettenschwilerstrasse, Blumenweg Ost und Kirchstrasse konnten die Hauptleitungen ersetzt werden. Der Brunnenmeister zeigt in seinem Bericht auf, was die WVGS alles unternimmt, damit die Bezüger immer genügend und gutes Wasser haben. Dazu gehören technischer Unterhalt, aber auch die Beprobung des Wassers. Der Gesamtverbrauch ist über die letzten Jahre kontinuierlich gestiegen. Der Anteil des Quellwassers, der in den letzten Jahren zurückgegangen ist, hat sich im 2020 dank vermehrten Niederschlägen wieder erholt. Die WVGS hat im vergangenen Jahr zwei neue Genossenschafter gewinnen können. Alle anderen Genossenschafter haben die Mitgliedschaft aufgrund Liegenschaftsmutationen erhalten.

Finanziell gut positioniert

Der Leitungsersatz am Blumenweg Ost konnte rund ein Fünftel günstiger realisiert werden als budgetiert. Die WVGS ist mit 1,8 Millionen flüssigen Mitteln liquide, sodass die laufenden Projektkosten problemlos beglichen werden können. Der Gesamtumsatz liegt wiederum über einer Million Franken. Sämtliche Objekte werden laufend abgeschrieben, sodass die Sachanlagen nur noch mit 77'000 Franken in der Buchhaltung aufgeführt werden. Rückstellungen im Umfang von 1'141'000 Franken ermöglichen die Vergütung der vorgesehenen Projekte. Sämtliche Gebühren und Wassertarife bleiben für das nächste Jahr gleich.

Für die nächste Amtsperiode von vier Jahren stellt sich der gesamte Vorstand wieder zur Verfügung. Die Besoldung bleibt seit 2012 für alle gleich, ausser für die beiden Brunnenmeisterstellvertreter, die eine moderate Lohnerhöhung kriegen, da sie Zusatzaufgaben im Bereich des neuen Reservoirs Brandhalde übernehmen.

Es herrscht Einstimmigkeit

Die 158 Mitglieder, die an der Onlineabstimmung teilgenommen hatten, stimmten allen Geschäften zu. Auch der Vorstand wurde einstimmig wieder gewählt. Alle Mitglieder, die an der digitalen Abstimmung teilgenommen hatten, erhalten als kleines Dankeschön einen Gutschein von 50 Franken, welchen Sie in den Restaurants Löwen, Einhorn oder Kaufmann einlösen können.

Für die Wasserversorgungs-Genossenschaft Sins und Umgebung: Trudy Strebel

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