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Jürg Halter liest in der City-Kirche in Zug

Der Berner Künstler hat seinen neuen Gedichtband in der City-Kirche vorgestellt.

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Jürg Halter mit Musiker Domi Chansorn.

Jürg Halter mit Musiker Domi Chansorn.

Bild: PD

Jürg Halter präsentierte in der City-Kirche Zug seinen neuesten Gedichtband «Gemeinsame Sprache». Als Künstler des gesprochenen Worts trug er seine Texte virtuos vor – und Domi Chansorn, Musiker, von Halter als das «kleinste Sinfonieorchester der Welt» vorgestellt, stand ihm in nichts nach. Die Texte Jürg Halters reichen vom sanften Liebesgedicht, über humorvolle Passagen bis zu provokanten Anstössen. Es sind Texte, die man mehrmals liest, weil sie so dicht sind, dass man immer wieder neue Facetten entdecken kann. So spricht er von «meinungsverminter Welt», «Parallelflüchtenden» oder der «Empörung über die Dauerempörung im Netz», aber auch davon, «als wäre Liebe zu ertragen». Halter liest nicht nur, er improvisiert auch. In Zug tat er dies über den Mond, der über dem Zugersee scheint.

Das vorgezogene «Wort zum Sonntag», wie es Jürg Halter nannte, ist beim Publikum sehr gut angekommen: «Optimist kann man als denkender Mensch nicht sein, aber es gibt auch immer Sachen, die mir Hoffnung machen.» Die Texte werden noch nachhallen. Am kommenden Freitag dann wird um 20 Uhr Christian Lehnert in der City-Kirche Zug zu Gast sein: «Engel sind Grenzgänger» ist der Titel der Veranstaltung. Weitere Infos zum Auftritt sind zu finden auf der Website www.citykirchezug.ch.

Für die City-Kirche Zug:
Gaby Wiss