Vereine und Verbände
Schüler der Zuger Wirtschaftsmittelschule entwerfen eigenes Produkt

Im Rahmen der Ausbildung an der Wirtschaftsmittelschule wurden drei «Start-ups» gegründet.

Für die Wirtschaftsmittelschule Zug: Patrik Gehrig
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Mit einer Veranstaltung wurde das Fach IPT «Integrierte Praxisteile» in der Klasse 6T der Wirtschaftsmittelschule Zug (WMS) abgeschlossen. In diesem Fach gründeten die Lernenden eine eigene Firma und entwickelten ein Produkt, welches zwar im Rahmen eines Schulprojekts, aber doch real verkauft wurde. Anhand einer Präsentation galt es, das vergangene Geschäftsjahr Revue passieren zu lassen und gleichzeitig von den Erfahrungen zu berichten. Bestimmt werden verschiedene Tipps der künftigen Klasse, welche unter dem Publikum sass und die Ausführungen gespannt mitverfolgte, helfen.

Das Unternehmen Icetastic war sehr erfolgreich mit seinem Glace-Set.

Das Unternehmen Icetastic war sehr erfolgreich mit seinem Glace-Set.

Bild: PD

Vorne weg: Alle drei Unternehmen erzielten mit ihren Produkten einen Gewinn und konnten das Geschäftsjahr erfolgreich abschliessen. Das war nicht selbstverständlich, denn aufgrund der Coronasituation fielen einige Absatzkanäle weg.

In der zweiten Hälfte war Durchhaltevermögen nötig

Entsprechend musste ein geeignetes Produkt gefunden werden, was bei den drei Unternehmen viel Zeit und Diskussionsbedarf in Anspruch genommen hatte. Nachdem man sich einig geworden war, ging die Arbeit erst richtig los: Es galt ein einfaches Design mit hohem Wiedererkennungswert zu kreieren und es musste eine geeignete Finanzierungsvariante gefunden werden. Die Produktion wurde in die Wege geleitet, das Marketingkonzept anhand der im Unterricht erarbeiteten Theorie erstellt und Ausgaben und Einnahmen den Kenntnissen aus dem Rechnungswesenunterricht entsprechend geführt. Während des Jahres bewiesen die Jugendlichen ihre praktischen Kompetenzen beim Erstellen eines Businessplans, in der Marketing-Award-Competition und beim Absolvieren des Anwenderzertifikats der professionellen Buchhaltungssoftware Abacus.

Selbstkritisch blickte man bei den Abschlusspräsentationen zurück. Es war ein hartes Stück Arbeit, insbesondere auch, weil der Unterricht normal weiterlief und auch für Prüfungen gelernt werden musste. Vor allem in der zweiten Hälfte des Projektjahrs war Durchhaltevermögen gefragt. Den Schülerinnen und Schülern, welche im kommenden Schuljahr das Projekt umsetzen werden, wurden unter anderem folgende Tipps mit auf den Weg gegeben: «Verliert nicht zu viel Zeit beim Suchen nach einem geeigneten Produkt. Erstellt ein Kundenprofil und achtet auf das Zeitmanagement.» Eine Gruppe hat sogar ein kleines Reglement erstellt, in dem vorgegeben wird, wie man vorgehen soll, wenn man sich nicht einig wird und sich in Diskussionen verliert.

Die Erfahrungen waren so zahlreich, dass bei allen drei Präsentationen die Zeitvorgabe überschritten wurde – aber das störte nicht, denn man spürte die Begeisterung und die Freude, das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen zu haben.