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Geflüchtete Kinder erhalten Velos

Dank einem Aufruf in den sozialen Medien spenden Leute aus Cham, Hagendorn und Steinhausen ihre Fahrräder für Kinder aus der Ukraine.

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Der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen bis in den abgelegenen Ort Niederwil bei Cham, wo täglich flüchtende Familien in die Gemeinde kommen. Einige Familien mit Kindern konnten in den letzten Wochen im gastfreundlichen Weiler an der Kantonsgrenze untergebracht werden. Und seit kurzem gehen im kleinen Schulhaus Liederwil auch einige Kinder aus dem Kriegsgebiet zur Schule.

Einige der gespendeten Velos.

Einige der gespendeten Velos.

Bild: PD

Bietet die abgeschiedene Lage viele Vorteile, gab es aber auch ein kleines Problem, das die geflüchteten Kinder direkt betraf. «Mein Sohn, der wie alle anderen Kinder mit dem Velo nach Niederwil zur Schule fährt, berichtete mir, dass viele der ukrainischen Kinder ja gar keine Velos haben, um nach Hagendorn zum Sportunterricht zu gelangen», so der Vater Tao Gutekunst aus Hagendorn. Die Kinder aus Niederwil fahren einmal die Woche mit dem Velo zum Turnen nach Hagendorn.

Überwältigende Grosszügigkeit

Der Vater kontaktierte umgehend den Klassenlehrer, ob tatsächlich ein Bedarf bestehe und ob es sinnvoll wäre, über die sozialen Netzwerke nach Kindervelos zu fragen. Nachdem der Bedarf bestätigt wurde, ging es schnell. Da der Vater die Facebook-Gruppe «Hagendorn-Rumentikon» betreut und als Präsident der FDP Cham auch die Seite seiner Partei, gingen dank der grossen Reichweite wenig später die ersten Angebote aus Cham, Hagendorn und sogar Steinhausen ein.

Kurz darauf hängte Gutekunst den Fahrradanhänger an sein Auto und sammelte insgesamt sieben Velos aus der Region zusammen. «Die Grosszügigkeit der Menschen ist überwältigend und die Velos sind grösstenteils in einem unglaublich guten Zustand, sodass die Kinder gefahrlos herumfahren können», sagt Gutekunst. Nach einer kurzen Einstellung der Sattel ging es sogleich für die ersten Kinder los.

Tao Gutekunst

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