VERKEHR: 50er-Tafeln sorgen für Ärger

Innerortstafeln, die weit weg von den ersten Häusern stehen, sind für Autofahrer ein Ärgernis. Darum wünscht sich Zugs TCS-Präsident Thomas Ulrich eine Überprüfung.

Charly Keiser
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Weit und breit kein Haus: Ob dieses Temposchild wohl nah genug beim Ortseingang ist? (Bild Stefan Kaiser)

Weit und breit kein Haus: Ob dieses Temposchild wohl nah genug beim Ortseingang ist? (Bild Stefan Kaiser)

Einsam steht die 50er-Tafeln am Strassenrand – wie fast überall an den Ortseingängen in der Schweiz. Denn nach Gesetz müsste sie 50 Meter entfernt von einer dichten Überbauung stehen. Die Bremsen quietschen, als der schwarze SUV mit Schwyzer Kontrollschildern abrupt sein Tempo verringert. Und auch der ihm folgende Fahrer des silberfarbenen Mercedes steigt mächtig in die Eisen, damit sein Gefährt bei der 50er-Tafel das vorgeschriebene Tempolimit erreicht. Eine Szene, die so ähnlich nicht nur auf der Ägeristrasse in Zug täglich mehrmals zu beobachten ist. Denn an vielen Ortseingängen im Kanton verringern Automobilisten und Töfffahrer ihr Tempo von 80 auf 50 Stundenkilometer, lange vor der eigentlichen Ortseinfahrt. Gezwungenermassen.

Doch genau genommen müssten Verkehrsteilnehmer an etlichen Orten viel zu früh abbremsen, monierte jüngst der TCS St. Gallen. Denn viele Schilder stünden viel zu weit weg von da, wo die dichte Überbauung begänne. Die dortige Sektion des Touringclubs verlangte, dass die Standorte der Innerortstafeln überprüft werden müssen. Das Problem sei nämlich, dass Verkehrsteilnehmer falsch platzierte Ortstafeln zu wenig ernst nehmen würden und regelmässig in Radarkontrollen rasseln würden.

Überprüfung verlangt

«Ich wäre sehr froh, wenn auch im Kanton Zug die Standorte der 50er-Tafeln überprüft würden», sagt TCS-Zug-Präsident Thomas Ulrich.