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VERKEHR: Bevölkerung will weniger Verkehr im Zentrum

Die Durchfahrt durchs Zentrum von Cham wird erschwert. Das sei in der Bevölkerung breit abgestützt, sagt der Kanton. Jeder Autofahrer wird mit Kameras erfasst. Hünenberg muss mit Mehrverkehr rechnen.
Nach Feierabend stauen sich die Autos regelmässig auf der Bärenbrücke. Die Umfahrung soll Entlastung bringen. (Archivbild Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Nach Feierabend stauen sich die Autos regelmässig auf der Bärenbrücke. Die Umfahrung soll Entlastung bringen. (Archivbild Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die öffentliche Veranstaltung von Montagabend in Cham stiess auf grosses Interesse. Über 400 Personen füllten den Lorzensaal bis auf den letzten Platz. Im Zentrum des Anlasses stand die Präsentation und Diskussion des sogenannten autoarmen Zentrums Cham. Mit diesem Modell soll der Durchgangsverkehr auf die Umfahrung geleitet und das Ortszentrum entlastet werden.

Autoarmes Zentrum (Bild: PD)

Autoarmes Zentrum (Bild: PD)

Weniger Verkehr

Ein autoarmes Zentrum als flankierende Massnahme zur Umfahrung Cham-Hünenberg war unbestritten, schreibt der Kanton Zug in einer Mitteilung. Baudirektor Heinz Tännler: «Mit Freude habe ich festgestellt, dass das Modell sowohl bei der Chamer als auch bei der Hünenberger Bevölkerung breite Unterstützung geniesst.» Für den Baudirektor überzeugt das autoarme Zentrum vor allem durch die Eigenschaft, den Durchgangsverkehr zu verlagern, ohne dass irgendeine Strasse gesperrt werden muss.

Videoüberwachung kommt

«Das Ortszentrum von Cham bleibt weiterhin rund um die Uhr erreichbar», so Tännler. «Wer Cham mit dem Auto durchqueren will, muss sich jedoch während einer bestimmten Dauer im Zentrum aufhalten. Wir denken derzeit an eine Phase von 5 bis 15 Minuten. Damit die Massnahme greift, werden an fünf Eingangstoren die Nummernschilder der ein- und ausfahrenden Autos per Video erfasst.»

Für die Gestaltung der Eingangsportale, für die Kameras, die dereinst «Durchfahrtssünder» entdecken sollen, und für bauliche Massnahmen im Strassenraum rechnet der Kanton mit Kosten von 9 bis 10 Millionen Franken.

Der Wille, endlich eine gute Lösung für die flankierenden Massnahmen umzusetzen, sei im Saal deutlich spürbar gewesen, so der Kanton. Fragen gebe es noch zur Grösse des Perimeters. Eine Mehrheit spreche sich für flächendeckend Tempo 30 aus, schreibt der Kanton. Jedoch sollen speziell eingerichtete Begegnungszonen weggelassen werden.

Was für Cham positive Folgen hat, dürfte manchem Hünenberger weniger gefallen. Denn: Ein autoarmes Zentrum in Cham hätte auf der Eichmattstrasse in Hünenberg eine Verkehrszunahme zur Folge. Die Eichmattstrasse vermag zwar den Mehrverkehr problemlos aufzunehmen. Trotzdem seien zusätzliche Massnahmen für die Verkehrssicherheit und die Lärmreduktion notwendig, schreibt der Kanton in einer Mitteilung weiter. Im Vordergrund steht die Einführung von Tempo 30.

Die laufende Mitwirkung wird bis zur geplanten öffentlichen Auflage des Vorprojekts im Herbst fortgeführt, um eine breite Akzeptanz für die Gestaltung im Chamer Ortszentrum und für die Massnahmen in Hünenberg zu erreichen. Die Kamera-Lösung soll 2020/21 eingeführt werden.

Hinweis: Weitere Infos: www.zug.ch/uch

pd/rem

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