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VERKEHR: Die Einsprachen sind behandelt

Mit der Planung der Umfahrung Cham–Hünenberg geht es voran. Am intensivsten wurde in den Verhandlungen die Perimetergrösse im Zentrum von Cham diskutiert.
Rahel Hug

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Es ist ein Mega-Projekt, um das bereits seit langer Zeit intensiv gerungen wird: die Umfahrung Cham–Hünenberg (UCH). Die Strasse soll bekanntlich die beiden Ennetsee-Gemeinden vom Durchgangsverkehr entlasten. Nun ist die Planung einen wichtigen Schritt vorangekommen. Wie die kantonale Baudirektion gestern mitteilte, sind die Gespräche mit den Einsprechern abgeschlossen. Insgesamt 124 Einsprachen waren gegen das Bauprojekt im Frühsommer 2015 eingegangen.

«Einige Einsprachen wurden aufgrund der Verhandlungen zurückgezogen. Nicht überall konnte jedoch eine Einigung erzielt werden. In diesen Fällen wird nun ein Entscheid gefällt, und den Einsprechern bleibt anschliessend der Rechtsmittelweg an das Verwaltungsgericht und an das Bundesgericht», sagt Baudirektor Urs Hürlimann auf Anfrage. Wie viele Einsprachen zurückgezogen wurden, dazu will sich Hürlimann nicht äussern. Bekannt sind hingegen die Kernpunkte der Einsprachen: Zu reden gaben insbesondere das autoarme Zentrum, der Lärm und das Projekt ganz generell.

Am Perimeter wird nach wie vor nicht gerüttelt

Am umstrittensten war das autoarme Zentrum in Cham. Dort soll bekanntlich als flankierende Massnahme ein Verbot der direkten Durchfahrt mit Kameraüberwachung und einer Tempo-30-Zone eingerichtet werden. «Eine allseits befriedigende Lösung zu finden, erwies sich als schwierig», sagt Hürlimann. Gestritten worden sei vor allem um die Grösse des vorgeschlagenen Peri­meters. An diesem wird jedoch nicht gerüttelt – unter anderem wegen der Finanzen. «Das Bundesamt für Raumentwicklung unterstützt den ursprünglichen Perimeter gemäss dem Bau- und Auflageprojekt. Einen erweiterten Perimeter lehnt es hingegen ab. Damit ginge der Bundesbeitrag aus dem Agglomerationsprogramm Zug im Umfang von rund 36 Millionen Franken verloren.»

Wie geht es nun weiter? Laut der Mitteilung des Kantons wird der Baudirektor in den nächsten Monaten über die Baubewilligung entscheiden. Ausserdem werden alle anderen zuständigen Behörden über die weiteren Bewilligungen befinden. Man rechne damit, im Jahr 2021 oder 2022 mit dem Bau der UCH beginnen zu können, prognostiziert Urs Hürlimann. Die Fertigstellung könnte dann im Jahr 2026 erfolgen. Es liegt also noch ein langer Weg vor allen Beteiligten. Ein Weg, der sich lohnt, wie der FDP-Regierungsrat der Ansicht ist. «Die Umfahrung ist immer noch zeitgemäss», hält er fest. Die verkehrstechnische Dimensionierung des Auflageprojekts fusse auf dem Zeithorizont 2030. Dabei seien die allgemeine Siedlungsentwicklung, der Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die eidgenössischen und kantonalen Strassenprojekte mit verkehrlicher Relevanz für das Projekt UCH sowie alle bisher bekannten Planungen der Gemeinden Cham und Hünenberg berücksichtigt.

Regierung will auf Etappierung verzichten

Ergänzungen am Projekt müssen laut der Baudirektion trotz der langen Vorphase kaum vorgenommen werden. Eine Ausnahme bildet die geplante Gibelfeldbrücke, die den Kreisel Lindencham entlasten soll. Der Kantonsrat hat den entspre­chenden Kredit 2011 freigegeben. Auf eine Etappierung will die Regierung beim Bau der UCH verzichten. Das widerspreche sowohl dem Richtplan als auch dem Volkswillen, betont Hürlimann. «Bei einer etappierten Inbetriebnahme könnten die flankierenden Massnahmen des Auflageprojekts nicht umgesetzt werden.»

Die lange Planungsphase der UCH begann vor rund elf Jahren. 2006 genehmigte der Kantonsrat das Generelle Projekt. Die Bevölkerung sprach sich 2007 an der Urne für die Umfahrung aus.

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