VERKEHR: Letztes Jahr gabs weniger Unfälle

Auf Zuger Strassen hat es 2012 seltener gekracht. Dennoch waren viele Autofahrer unvorsichtig.

Samantha Taylor
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Die grösste Ablenkung war auch 2012 das Telefon. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Die grösste Ablenkung war auch 2012 das Telefon. (Bild: Archiv / Neue ZZ)

Gegenüber dem Jahr 2011 sind die Unfälle um knapp 3 Prozent zurückgegangen. Insgesamt ereigneten sich 2012 im Kanton 895 Verkehrsunfälle. «Das sind 57 weniger als im Jahr zuvor», sagt Stephan Rogger, Dienstchef des Verkehrspolizeidienstes. Laut der eben erschienenen Zuger Verkehrsstatistik krachte es im Juni mit 100 Kollisionen am meisten, gefolgt von den Monaten Mai (94) und Oktober (86). Am wenigsten Unfälle – 53 – gab es im September.

Trotz dieses Rückgangs kam es im Kanton auch zu schweren Unfällen. So verloren insgesamt vier Personen auf Zuger Strassen ihr Leben: zwei Automobilistinnen, eine Velofahrerin sowie ein Fussgänger. Im Strassenverkehr verletzt wurden gemäss Angaben der Zuger Polizei 346 Personen. 266 davon kamen mit leichten Verletzungen davon. Insgesamt 80 Personen wurden bei Unfällen schwer verletzt und mussten mehr als einen Tag im Spital verbringen. «Diese Zahlen liegen deutlich unter dem langjährigen Mittel von 299 Leicht- und 100 Schwerverletzten», weiss Rogger.

Total 279 Unfälle sind durch Unaufmerksamkeit verursacht worden. «Die grösste Ablenkung ist noch immer das Handy», sagt Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Aber: «Wir mussten auch feststellen, dass es häufig an Konzentration fehlt. Sprich, dass die Lenker mit den Gedanken nicht auf der Strasse, sondern sonst wo sind», so Schlatter.

Daneben ereigneten sich die meisten Unglücke als Folge von Schleuder- und Selbstunfällen. Diese wiederum wurden häufig durch Selbstüberschätzung und zu hohe Geschwindigkeit verursacht. Alkohol am Steuer war in 47 Fällen der Grund für einen Knall. «Wir mussten jedoch im letzten Jahr auch mehrere stark betrunkene Velofahrerinnen und -fahrer anzeigen», sagt Rogger.

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