Verkehr
Trotz neuer LED-Leiste wurde die Barriere in Baar schon wieder beschädigt

Bereits zum fünften Mal muss die Gemeinde Baar die Barriere zwischen Arbach und Loreto reparieren lassen. Trotzdem will sie nicht auf die Schranke verzichten.

Fabian Gubser
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Einmal mehr: Die Barriere bei der Verzweigung alte Baarerstrasse/Göblistrasse ist beschädigt.

Einmal mehr: Die Barriere bei der Verzweigung alte Baarerstrasse/Göblistrasse ist beschädigt.

Bild: Maria Schmid (Zug, 8. Februar 2022)

Vergangenen Donnerstag wurde die Barriere bei der Verzweigung Alte Baarerstrasse/Göblistrasse erneut beschädigt. Gemäss der Zuger Polizei meldete sich der Verursacher bei ihr. Der Schaden sei «unabsichtlich» entstanden. Seit ihrer Inbetriebnahme im November ist die Barriere nun also zum fünften Mal demoliert worden. Zwei Mal brach sie sogar ganz ab.

Gebaut wurde die Barriere vom Kanton als Begleitmassnahme der neuen Tangente Zug/Baar. Der Kanton übergab die Barriere nach ihrer Fertigstellung der Gemeinde Baar. Ziel ist es, Schleichverkehr zwischen Zug und Baar durch die Quartiere Inwil, Arbach, Loreto und Löberen zu verhindern.

Im Dezember rüstete die Gemeinde Baar die Barriere mit einer LED-Leiste nach. Dies, nachdem der Präsident des Quartiervereins Nachbarschaft Inwil-Arbach (Nabia) Lego Hagmann gegenüber dem «Zugerbieter» sagte, dass man die Barriere bei Dunkelheit schlecht sehe.

Die Gemeinde Baar sieht noch keinen Handlungsbedarf

Genützt hat die neue LED-Leiste offenbar nichts. Trotzdem möchte die Gemeinde Baar vorerst nicht auf die Barriere verzichten, sagt Silvan Meier, Kommunikationsverantwortlicher der Gemeinde Baar, auf Anfrage. «Die Gemeinde und der Kanton warten zunächst die Verkehrsmessungen ab, die verlässliche Aussagen zur Wirksamkeit aller flankierenden Massnahmen zur Tangente Zug/Baar machen. Die Schranke im Arbach ist eine von mehreren solcher Massnahmen.»

Bild: Maria Schmid (Zug, 8. Februar 2022)

Die Gemeinde Baar reichte im vergangenen Jahr aufgrund der beschädigten Barriere mehrmals Anzeige gegen unbekannt ein. Zum Stand der Ermittlungen sagt Judith Aklin, Kommunikationsverantwortliche der Zuger Polizei: «Die Abklärungen zu den vergangenen Beschädigungen sind vorläufig abgeschlossen, da bisher kein Verursacher gefunden werden konnte. In diesen Fällen kann es sich entweder um eine Sachbeschädigung oder um ein Nichtgenügen der Meldepflicht handeln; beides muss der Polizei gemeldet werden.»