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VERKEHR: Versuch ist für den Kanton Zug «interessant»

Der Bund analysiert die Folgen von Mobility-Pricing anhand von Zuger Daten. Zwar handelt es sich vorerst nur um eine theoretische Rechnerei. Davon könne man aber dennoch profitieren, ist Zugs Baudirektor überzeugt.
Samantha Taylor
Der Bund unternimmt einen ersten Schritt fürs Mobility-Pricing. Im Bild zu sehen: die Autobahnausfahrt Baar. (Bild: Stefan Kaiser (20. Mai 2015))

Der Bund unternimmt einen ersten Schritt fürs Mobility-Pricing. Im Bild zu sehen: die Autobahnausfahrt Baar. (Bild: Stefan Kaiser (20. Mai 2015))

Samantha Taylor

samantha.taylor@zugerzeitung.ch

Volle Züge, verstopfte Strassen: Die Verkehrsspitzen stellen Städte, Kantone und den Bund vor Herausforderungen. Ein Mittel dagegen wurde bisher nicht gefunden. Der Bund sieht die Lösung im Mobility-Pricing (siehe Box). Ein System, das auch beim Kanton Zug auf gewisse Sympathien stösst, weshalb dieser sich bereits als allfällige Testregion anerboten hatte.

Gestern teilte der Bundesrat mit, dass der Kanton Zug in dieser Frage zum Handkuss kommt. Allerdings vorerst lediglich für theoretische Rechnereien. Die Wirkung von Mobility-Pricing soll im Rahmen theoretischer Modelle, basierend auf Daten des Kantons Zug zur Bevölkerung und den Pendlerströmen, analysiert werden. «Auf dieser Grundlage werden die möglichen Auswirkungen von beispielsweise höheren Ticketpreisen oder Roadpricing theoretisch durchgespielt. So wird errechnet, welche Effekte die entsprechenden Anpassungen haben könnten», erklärt Thomas Rohrbach, Mediensprecher des Bundesamts für Strassen, Astra.

Nützliche Grundlage für den Kanton

Beim Kanton sieht man in dieser Wirkungsanalyse eine gute Möglichkeit, die «positive Grundhaltung gegenüber zukunftsgerichteten Projekten» zu bekunden. «Wenn wir in dieser Sache mit vorne dabei sind, heisst das auch, dass wir unsere positive Haltung gegenüber neuen Technologien dokumentieren können», so Baudirektor Urs Hürlimann. Enttäuscht darüber, dass es vorerst bei einer rein theoretischen Rechnerei bleibt, ist Hürlimann nicht. Als der Bund angefragt habe, ob Zug interessiert sei, beim Mobility Pricing mitzumachen, habe niemand gewusst, in welcher Form respektive was der Bund hier machen wolle, so Hürlimann. Auch dieser theoretische Versuch sei ausserdem für den Kanton interessant. «Wir können insofern profitieren, da wir aus dem Versuch direkt die Auswirkungen auf unser eigenes Verkehrssystem abschätzen könnten», so Hürlimann. Daneben lasse sich auch der Grad der Akzeptanz bei der eigenen Bevölkerung testen. Der Bund schaffe mit dieser Analyse Grundlagen, die bestens in die Erarbeitung des Gesamtverkehrskonzepts passen. «Diese Grundlagen müsste der Kanton Zug ohnehin erarbeiten», so Hürlimann.

Erfüllt wird zudem eine Forderung, die die Zuger Regierung zur Bedingung für die Teilnahme gemacht hatte. Der Bund übernimmt die Kosten für die Wirkungsanalyse. Über deren Höhe gibt es bisher keine Auskunft.

Federführung liegt beim Bund

Sowohl der Bund wie auch der Kanton halten fest, dass mit dieser Analyse kein Vorentscheid hinsichtlich eines allfälligen Pilotversuchs gefällt worden ist. Ob, wann und wo ein Pilotversuch durchgeführt wird, ist also offen. In einem nächsten Schritt soll nun die Projektskizze für die Analyse des Bundes genauer umrissen werden. Dabei sollen die Inhalte der Arbeiten sowie die Projektorganisation definiert werden. «Es gilt hier beispielsweise auch die Frage zu klären, ob die Analyse seitens des Astra durchgeführt wird oder ob externe Partner zugezogen und die Auftragsvergabe dann ausgeschrieben wird», sagt Thomas Rohrbach. Diese Punkte würden in den nächsten Monaten geklärt. Die Federführung liegt bei diesen Fragen beim Bund, der Kanton wird jedoch in die gesamten Arbeiten involviert.

Die Ergebnisse der durchgeführten Analyse sollen bis im Sommer 2019 vorliegen.

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