Verkehrsbetriebe testen treibstoffarme Busse

Optisch fallen sie durch hellgrüne Blätter auf – die Hybridbusse, die ab Mitte Dezember in Zug getestet werden. Ob die Busse auch in Zukunft durch die Stadt kurven, ist offen.

Drucken
Teilen
Heck des Hybrid-Bus. (Bild: PD)

Heck des Hybrid-Bus. (Bild: PD)

Im Innern wird der Fahrgast über die Vorteile der Hybridbusse informiert. (Bild: PD)

Im Innern wird der Fahrgast über die Vorteile der Hybridbusse informiert. (Bild: PD)

Sie haben hellgrüne Blätter an der Aussenwand, die neuen Hybrid-Busse der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). Die drei Volvo-Busse verkehren ab dem 11. Dezember auf den Linien 5 (Zug-Walchwil), 8 (Baar-Rotkreuz) sowie 9 (Oberägeri-Sattel). Auch die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) testen Hybridbusse des gleichen Typs.

«Mit dem Testbetrieb wollen wir herausfinden, ob sich die Hybrid-Technologie auch für Teile des ZVB-Liniennetzes eignet», schreibt die ZVB in einer Mitteilung vom Mittwoch. Denn: Hybrid-Busse eignen sich vor allem für den Stop-and-go-Verkehr in flachem Gelände. Deshalb seien die Erfahrungen aus anderen Schweizer Städten nur bedingt auf das Liniennetz der ZVB übertragbar.

Heck des Hybrid-Bus. (Bild: PD)

Heck des Hybrid-Bus. (Bild: PD)

«Wir wollen mit innovativen Technologien die Belastungen reduzieren und unsere Umwelt schützen. Der Hybridbus leistet einen wesentlichen Beitrag dazu», sagt Rolf Gertsch, Leiter Betrieb bei der ZVB. Die Vorteile liegen auf der Hand: Dank den kombinierten Diesel- und Elektromotoren werden die Emissionen um bis zu 30 Prozent verringert. «Der Fahrgast geniesst eine sanfte und geräuscharme Wegfahrt aus der Haltestelle», so Gertsch. Mit den neuen Hybridbussen kann die ZVB 20 Prozent Treibstoff sparen.

pd/rem

So funktioniert der ZVB-Hybridbus

Der Volvo Hybridbus ist ein sogenannter Parallel-Hybrid. Er verfügt über einen kleinen Diesel- sowie über einen Elektromotor. Beide Motoren können das Fahrzeug unabhängig voneinander oder bei Bedarf auch gleichzeitig antreiben. Der Elektromotor wird beim Anfahren und zum Beschleunigen bis zirka 20 km/h verwendet. Bei hoher Geschwindigkeit übernimmt der Dieselmotor den Antrieb des Busses und lädt gleichzeitig die Batterien des Elektromotors auf. Die Bremsenergie wird in den Batterien gespeichert und kann beim Anfahren wieder verwendet werden. Dadurch wird weniger Kraftstoff verbraucht und der Schadstoffausstoss gesenkt. Sind die Batterien ausreichend geladen, schaltet der Dieselmotor bei jedem Halt an Ampeln oder Bushaltestellen automatisch ab. So startet der Volvo Hybridbus leise und abgasfrei nur mit Hilfe des Elektromotors.

Der Bus des Typs 7700 ist ein Niederflurbus mit einem breiten Mittelgang und breiten Tür. Der Bus ist 12 Meter lang, hat 210 PS und wiegt 18 Tonnen.

pd