Leserbrief

Verkehrslärm: Grund genug für einen Wohnungswechsel?

Leserbrief zum Strassenlärm in Oberägeri

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Ja, leider wird immer mehr dieser Grund von Mieterinnen und Mietern von Wohnungen an der Hauptstrasse durch unser schönes Ägerital angeführt. Das Problem ist auch nicht neu. Schon seit Jahren beklagen sich die Menschen, welche an der Hauptschlagader durch unser Ägerital wohnen, über den immer mehr werdenden Strassenverkehr und den damit einhergehenden Verkehrslärm.

Es ist schon zaghaft von einzelnen einheimischen Politikern in Zeitungen darüber geschrieben worden. Leider ist es aber nur dabei geblieben. Keiner möchte sich an diesem Thema die Finger verbrennen. Schade eigentlich. Denn genau der Verkehrslärm und der verursachende Verkehr ist bereits ein grosses Problem in unserem schönen Tal geworden. In den Stadtgebieten wie Cham, Baar, Steinhausen oder Zug wird alles unternommen, damit dieses Problem gelöst wird. Es werden Gelder für Flüsterbeläge, Umfahrungsstrassen oder gar Tunnel gesprochen und diese auch gebaut. Ich frage mich, warum man für das Ägerital in dieser Hinsicht partout kein Geld hat? Bezahlen «wir da oben» keine Steuern? Oder ist die Lebensqualität und Sicherheit für Einwohner in den ländlichen Kantonsgebieten nicht so wichtig?

Es ist endlich an der Zeit, dass für den Durchgangsverkehr (mit Spitzen bis zu 24000 Autos pro Tag) im Ägerital eine Lösung gefunden wird. Der Kanton Zug bezahlt bereits 2020 über 330 Millionen Franken in den NFA sprich an andere Kantone. Wäre das Geld denn nicht auch für die eigene Bevölkerung und deren Sicherheit im Strassenverkehr einsetzbar? Ich hoffe, dass das Ägerital nicht von den Zuger Kantonspolitikern vergessen wird. Die Steuererklärung findet ja auch immer den Weg in die Haushalte vom schönen Ägerital.

Heiri Kuhn, Vorstand SVP, Oberägeri