VERKEHRSUNFÄLLE: Mehr Unfälle und mehr Verletzte im Jahr 2014

Im Kanton Zug hat es im vergangenen Jahr 872 Verkehrsunfälle gegeben, das sind 37 mehr als im Jahr 2013. Dabei wurden 317 Personen verletzt, im Vorjahr gab es 298 Verletzte. Trotz dieses Anstiegs ist die Zahl der Verunfallten im Vergleich zu den vergangenen neun Jahren auf dem zweittiefsten Stand.

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Im Kanton Zug gab es 2014 mehr Unfälle als im Vorjahr. (Symbolbild Neue ZZ)

Im Kanton Zug gab es 2014 mehr Unfälle als im Vorjahr. (Symbolbild Neue ZZ)

Vier Personen (Vorjahr: 1) sind bei Unfällen gestorben und 67 (Vorjahr: 60) Menschen wurden schwer verletzt. Rund zwei Drittel (587) aller Verkehrsunfälle ereigneten sich innerorts, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden am Freitag mitteilten. Die Zahl der Unfälle auf Ausserorts-Strecken nahm um 10 Prozent auf 151 ab.

Zugenommen hat dagegen die Zahl der Unfälle auf Autobahnen und zwar um 25 Prozent auf 134. Obwohl es auf der Autobahn keine nennenswerten Verkehrseinschränkungen durch Baustellen gab, ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 70 Prozent angestiegen.

Ablenkung als Hauptursache

"Viele dieser Unfälle wären zu vermeiden, wenn man sich ausschliesslich auf das Lenken des Fahrzeugs konzentrieren würde", sagte Stephan Rogger, Chef der Verkehrspolizei, laut Mitteilung. Dass die meisten Verkehrsunfälle durch fehlende Aufmerksamkeit und Ablenkung verursacht werden, zeigt auch die Zunahme der Verletzten bei den Selbstunfällen (+27 Prozent) und Einbiege-Unfällen (+36 Prozent).

Ausserdem gab es wegen Unaufmerksamkeit auch 37 Prozent mehr Unfälle mit Sachschaden. Die Polizei warnt vor ablenkenden Tätigkeiten am Steuer, wie lauter Musik, Telefonieren oder SMS schreiben: Nur zwei Sekunden abgelenkt bei Tempo 50 bedeute einen 30 Meter langen "Blindflug", heisst es in der Mitteilung.

Bei insgesamt 40 Unfällen (Vorjahr: 37) stand der Lenkende unter Alkoholeinfluss, 31 davon waren Selbstunfälle. Der höchste gemessene Wert bei einem Unfall lag bei 2,35 Promille. (sda)