Verlustgeschäft auf Zuger Seen

Die Schiffe auf dem Zugersee und dem Ägerisee haben im Geschäftsjahr 2011 erneut Verluste eingefahren. Auch die Zahl der Passagiere ging auf beiden Seen zurück.

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Das Motorschiff Ägerisee zieht auf dem gleichnamigen See seine Kreise. (Bild: PD)

Das Motorschiff Ägerisee zieht auf dem gleichnamigen See seine Kreise. (Bild: PD)

Die Schifffahrtsgesellschaft für den Zugersee AG (SGZ) schliesst das Geschäftsjahr 2011 mit einem Verlust von 312'038 Franken. Dies ist laut Mitteilung vom Mittwoch ein leicht besseres Ergebnis als 2010, als der Verlust noch 315'194 Franken betrug. Im Kerngeschäft, dem Reiseverkehr, resultiert ein Nettoertrag von fast 1,4 Millionen Franken. Auf den Kursschiffen der SGZ fuhren im letzten Jahr 105'976 Personen mit, was einem Rückgang von 1,33 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

DieÄgerisee Schifffahrt (AeS) weist einen Verlust von 189'632 Franken aus. Der Verlust konnte gegenüber dem Vorjahr leicht, um 4451 Franken, verringert werden. Die Personenfrequenz bei den Kursfahrten sank gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent auf 15'753 Personen.

Unbeständiges Wetter

Beide Schifffahrtsgesellschaften sehen den Grund für die Verluste im unbeständigen Wetter der Sommermonate. So stachen 2011 auf dem Zugersee 550 Kursschiffe bei Sonnenschein mit durchschnittlich 102 Personen in See. 812 Kursschiffe mussten im letzten Jahr bei bedecktem oder gar regnerischem Wetter auslaufen. Durchschnittlich 61 Gäste waren jeweils an Bord.

Neue Finanzierung

Auf das Betriebsjahr 2012 ändert sich die Finanzierung der beiden Schifffahrtsgesellschaften auf den Zuger Seen. Bisher garantierte der Kanton Zug (und bei der AeS zusätzlich die Gemeinden Ober- und Unterägeri) jeweils für die Defizite der Schifffahrtsgesellschaften. Neu gibt es eine Finanzierung mit Leistungsaufträgen. Die beiden Schifffahrtsgesellschaften müssen dem Kanton Zug also künftig jährlich ein Angebot machen und dann den Leistungsauftrag zugesprochen bekommen. Die Schifffahrtsgesellschaften müssen dabei einen Kostendeckungsgrad von 60 Prozent erreichen.

pd/bep