VERMISSTE ROTKREUZERIN: Hunde suchten Zuger Leiche im Rhein

Seit einem halben Jahr ist Maria Kämpf spurlos verschwunden. Auch deutsche Spezialisten konnten daran nichts ändern.

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Staatsanwalt Roland Schwyter (Archiv). (Bild Martin Heimann / Neue ZZ)

Staatsanwalt Roland Schwyter (Archiv). (Bild Martin Heimann / Neue ZZ)

Maria Kämpf-Riberio Guerrerio (47) wurde letztmals am 23. Juni in Rotkreuz gesehen. Seither fehlt von ihr jede Spur. Die Handy-Notsuche ergab, dass sich die Schweizerdeutsch und Portugiesisch sprechende Vermisste anfänglich in der Ostschweiz und später an verschiedenen Standorten in Deutschland aufgehalten hat. Ob sie ihr Handy damals noch bei sich trug oder ob es von einer Drittperson mitgenommen wurde, ist allerdings offen. Aufgrund dieser Handy-Ortungen ordnete Untersuchungsrichter Roland Schwyter eine grossangelegte Suche im Rhein an, nachdem Suchaktionen im Gelände zu keinem Ergebnis geführt hatten.

Hunde auf Wasserleichen trainiert
Vier Tage suchten nun Ende Jahr deutsche Spezialisten zwischen Diepoldsau SG und der Bodenseemündung den Rhein auf einer Länge von 17 Kilometern nach der Rotkreuzerin ab – vergebens. Dabei kamen 17 Spezialisten des Deutschen Roten Kreuzes aus Hannover mit einer Hundestaffel zum Einsatz, die für das Auffinden von Leichen trainiert ist.

«Ich habe im Internet nach spezialisierten Kräften gesucht, die bei Unterwassersuchen eingesetzt werden können», sagte am Montag Roland Schwyter, seit Neujahr Zuger Staatsanwalt. «Es gibt nur eine Equipe, die dafür in Frage kam. Die Zusammenarbeit hat sehr gut geklappt.» Allerdings ist eine Suche in einem fliessenden Gewässer, das viel Gestein und anderes mit sich führt, nicht einfach. Es wurden zwar viele Kleider aus dem Fluss genommen, aber ob diese im Zusammenhang mit der Vermissten stehen, ist eine offene Frage, wie Hans Eggenberger, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, ausführte.

Jürg J. Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.